Streifenkarte bis Garmisch? MVV könnte doppelt so groß werden wie bisher

Der MVV und damit auch die S-Bahn könnte bald doppelt so groß wie bisher sein. Foto: dpa

Mit dem U-Bahnticket in die Berge: Das könnte in Zukunft möglich werden. Der MVV denkt über eine deutliche Vergrößerung nach.

 

München - Von Garmisch bis Landshut, von Landsberg bis Mühldorf – und das alles mit einem einzigen Ticket: Zehn weitere Landkreise und kreisfreie Städte könnten sich in den kommenden Jahren dem Münchner Verkehrsverbund MVV anschließen.

Damit würde sich das Gebiet, in dem alle öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus, Tram oder Regionalbahn mit einer einzigen Fahrkarte genutzt werden können, mehr als verdoppeln, wie Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Montag mitteilte.

Um dies zu unterstützen und den öffentlichen Nahverkehr somit auch auf dem Land attraktiver zu machen, übernimmt der Freistaat einen Großteil der Kosten für eine Grundlagenstudie. Sie soll ermitteln, ob und zu welchen Rahmenbedingungen sich der Beitritt für die Interessenten lohnt. In der Diskussion stehen derzeit die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Landshut, Miesbach, Mühldorf, Rosenheim, Weilheim-Schongau sowie die kreisfreien Städte Landshut und Rosenheim.

MVV könnte bald eine Million mehr Fahrgäste haben

Erste Ergebnisse werden in zwei Jahren erwartet. Sollten sich alle Kandidaten für einen Beitritt zum MVV entscheiden, würde rund eine Million Menschen mehr von den Verbund-Vorteilen profitieren.

Bereits im Sommer hatte sich MVV-Chef Bernd Rosenbusch für eine Verbunderweiterung stark gemacht. "Das wäre auch für die Münchner ein großer Vorteil. Die Städter können dann mit ihrem MVV-Ticket in die Berge fahren", sagte er damals im AZ-Gespräch.

Er gehe davon aus, so Rosenbusch damals weiter, er gehe davon aus, dass Bad Tölz und Miesbach Ende 2022, "spätestens Ende 2023" in den MVV aufgenommen werden.

 

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