Star-Regisseur wird in Bogenhausen beerdigt Helmut Dietl: Letzte Ruhe beim Monaco Franze

Am liebsten hätte er ein Seemannsgrab im Kleinhesseloher See. Da das nicht erlaubt ist, wird Helmut Dietl nach AZ-Informationen jetzt wohl in Bogenhausen beerdigt. Foto: dpa

Nach AZ-Informationen wird der Münchner Star-Regisseur Helmut Dietl († 70) in Bogenhausen beerdigt - ganz in der Nähe von seinem Spezl Helmut Fischer

Bogenhausen An diesem Karfreitag-Nachmittag ist auf dem idyllischen Friedhof in Bogenhausen mit der spätbarocken Kirche St. Georg erstaunlich viel los. Die meisten Menschen, die hier an diesem sonnigen Nachmittag unterwegs sind, wollen nicht etwa zu einem Familienangehörigen ans Grab gehen, sondern sie möchten überhaupt mal schauen, wer hier alles so liegt.

Das sind an sich nicht viele. Mit 0,22 Hektar ist der Bogenhauser Friedhof Münchens kleinste, aber feinste Ruhestätte.

Deshalb hat fast jeder Besucher, ob Jung oder Alt, einen Fotoapparat in der Hand und knipst die Grabsteine. Mit einer Sightseeing-Tour hat das zum Glück wenig zu tun, denn alle verhalten sich leise, respektvoll – und staunen immer wieder.

Auf den etwa 240 Grabsteinen finden sich ja auch wirklich viele berühmte Persönlichkeiten: Rainer Werner Fassbinder, Erich Kästner, Liesl Karlstadt, Oskar Maria Graf, Walter Sedlmayr und Helmut Fischer.

Bald wird hier ein Grabstein dazukommen, auf dem dieser Name steht: Helmut Dietl († 70).

Nach AZ-Informationen wird der beliebte Star-Regisseur („Kir Royal“) wohl in Bogenhausen beerdigt – und findet seine letzte Ruhe bei seinen sehr guten Spezln, dem Monaco Franze, Schauspieler Helmut Fischer († 1997), und dem Film-Produzenten Bernd Eichinger († 2011).

Wann die Beisetzung stattfindet, ist streng geheim. Die Familie möchte sich im engsten Kreis und vor allem in aller Stille verabschieden – ohne Öffentlichkeit.

Dietls Ehefrau Tamara sagte stets: „Ich bin keine Schauspielerin.“ Damit wollte sie nicht auf frühere Beziehungen hinweisen, die ihr Mann hatte, sondern verdeutlichen, dass für sie das Leben im Blitzlichtgewitter nicht erstrebenswert ist.

Im Gegenteil: Besonders glücklich war sie, wenn sie mit ihrem Helmut und der gemeinsamen Tochter Serafina gemütlich daheim saß. Kein roter Teppich, kein Trubel weit und breit.

Dass ihr Mann viele Fans und Verehrer hatte, ist ihr natürlich bewusst. Es ist gut möglich, dass ein Kondolzenbuch ausgelegt wird, wo sich jeder von seinem Lieblings-Regisseur verabschieden kann.

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