Stadtrat hat beschlossen Corneliusbrücke: Das Kini-Denkmal an der Isar kommt!

Kini-Fans mit einem Modell des Denkmals (v.l.): Josef Schmid, Dietmar Holzapfel, Hans Theiss. Foto: Daniel von Loeper

Ein Denkmal für König Ludwig II.: Nach langer Diskussion wird bald an der Corneliusbrücke an den Märchenkönig erinnert.

Isarvorstadt - Zehntausende Menschen haben für das Herzensprojekt von Deutsche-Eiche-Wirt Dietmar Holzapfel unterschrieben. Jetzt wird es tatsächlich Wirklichkeit. Am Dienstag hat der Stadtrat entschieden, dass an der Corneliusbrücke ein Denkmal für König Ludwig II. errichtet werden soll.

Die Stadtrats-CSU hatte sich für das Thema eingesetzt. Entsprechend zufrieden reagierte der zuständige Stadtrat Hans Theiss: "Das neue König-Ludwig-Denkmal wird das Glockenbachviertel bereichern", sagte er der AZ. "Es knüpft an Traditionslinien an und steht gleichzeitig für ein buntes und lebensfrohes München. Erinnerung macht erst dann richtig Sinn, wenn sie auch einen Gegenwartsbezug hat." Das Denkmal setze ein "starkes Zeichen", sagte Theiss.

Kini-Denkmal: Kritik von den Grünen

Kritik kam hingegen von den Stadtrats-Grünen. München habe schon genug Denkmäler für Monarchen, argumentierten sie im Stadtrat. Grünen-Fraktionschef Florian Roth sagte: "Ludwig mag kein Kriegstreiber und kein Gewaltherrscher gewesen sein, aber das Wohlergehen seines Volkes war ihm doch weit weniger wichtig als die verschwenderische Verwirklichung seiner romantischen Fantasien."

Vom ursprünglich angedachten originalgetreuen Wiederaufbau des alten Denkmals ist man wie berichtet inzwischen abgekommen. Zu teuer wäre die Replik und aus statischen Gründen über der Isar schwer umsetzbar. Deswegen plant die Stadt jetzt eine Umsetzung im "romantisierenden Stil", wie Dietmar Holzapfel es nennt. Wenn alles glattgeht, könnte das Denkmal schon im kommenden Jahr über der Isar thronen.

Kosten soll es nicht mehr als 500.000 Euro, das hat Bürgermeister Josef Schmid (CSU) versprochen. Um das Projekt zu finanzieren, hofft man auch auf Spenden. Kini-Fan Holzapfel geht schon einmal mit gutem Beispiel voran: 150.000 Euro haben er und sein Mann, Josef Sattler, der Stadt als Spende zugesichert.

 

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