Stadtpfarrer von Nördlingen Missbrauchsvorwurf: Bistum versetzt Dekan in Ruhestand

Ein Priester mit einem Rosenkranz in den Händen (Symbolfoto). Foto: Patrick Seeger/dpa

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den katholischen Dekan von Nördlingen hat das Bistum ihn in den Ruhestand versetzt. Der Priester räumte die Tat ein. 

 

Nördlingen - Nach dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs ist der katholische Dekan von Nördlingen am Montag in den Ruhestand versetzt worden. Wie das Bistum Augsburg auf Anfrage mitteilte, wird dem Pfarrer vorgeworfen, sich an einer früheren Wirkungsstätte an einem Minderjährigen vergangen zu haben.

Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass Bischof Konrad Zdarsa den 68-Jährigen von seinen Aufgaben als Stadtpfarrer von Nördlingen und Dekan entpflichtet habe. Am Sonntag wurden nach Angaben der Diözese die Gläubigen in den Gottesdiensten der Pfarreiengemeinschaft über den Schritt informiert.

Priester bot Rücktritt an 

Wie das Bistum berichtete, war vor zwei Wochen ein Schreiben mit den Vorwürfen gegen den Geistlichen bei dem Bischof und der Missbrauchsbeauftragten der Diözese eingegangen. Der Priester habe "die schon mehrere Jahrzehnte zurückliegende Tat vollumfänglich eingeräumt und seinen Stellenverzicht angeboten", heißt es in der Erklärung.

"Zur näheren Prüfung der strafrechtlichen Relevanz wurde der Fall von unserer Missbrauchsbeauftragten umgehend an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet", ergänzte Bischof Zdarsa. Zudem würden kirchenrechtliche Schritte eingeleitet und der Vatikan über den Fall informiert.

 

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