Stadt droht mit Klage Griechische Schule: Gnadenfrist bis Frühling

Immer noch im Rohbau: die Griechische Schule. Foto: gm

Wenn die Griechen das Grundstück bis Anfang 2019 nicht freigeben, will die Stadt klagen.

Berg am Laim - Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – so hofft die Stadt vorerst auch noch darauf, dass in Sachen Griechische Schule mit den Hellenen doch noch eine Einigung möglich ist. Wie berichtet, geht seit dem Jahr 2001 nicht wirklich was voran auf dem 17.000 Quadratmeter-Areal an der Hachinger-Bach-Straße, das die Griechen der Stadt damals zur Errichtung einer Schule abkauften. Der Stadtrat 2016 hatte die Rückabwicklung des Grundstückdeals beschlossen, weil weder die erste Fertigstellungsfrist des 26-Millionen-Euro-Projekts im Sommer 2012, noch der später verhandelte Konsens "Rohbaufertigstellung Ende 2015" eingehalten wurden.

Nach Abriss der laut griechischen Richtlinien erdbebensicher gebauten Rohbauruine - der enorm teuer wird - sollte laut Stadtratsbeschluss auf dem Areal ein dringend benötigtes Gymnasium und eine Kita entstehen. Doch die Griechen erklärten den Bereich einfach zu ihrem Hoheitsgebiet und sperrten die Stadt aus. Zudem trommelten die Hellenen an höchster Stelle in Berlin für ihr Anliegen, sodass Oberbürgermeister Dieter Reiter um einen Kompromiss rang. Der sollte nach Stadtratswillen bis zur Sommerpause unter Dach und Fach sein, ist es aber nicht.

Stadt München will Klage gegen Griechenland erheben

Der Kommunalausschuss hat am Donnerstag mit großer Mehrheit von SPD, CSU und Grünen das neue Zeitfenster für die Konsens-Gespräche festgelegt: Werden nicht bis Ende des ersten Quartals 2019 Eckdaten für die Überlassung einer Grundstücksteilfläche an die Griechen in Erbbaurecht schriftlich festgelegt, wird die Stadt Klage auf Herausgabe des Areals gegenüber dem Staat Griechenland erheben.

Auch die Berg am Laimer sind genervt von der endlosen Geschichte der Griechischen Schule, die eine Entwicklung der letzten freien Flächen im Viertel schon seit 17 Jahren blockiert. Bezirksausschuss-Chef Robert Kulzer (SPD) forderte deshalb im Kommunalausschuss, das beschlossene Gymnasium zu realisieren und Planungssicherheit für den FC Phönix zu schaffen, dessen Erbpacht-Verhandlungen quasi in der Luft hängen. Münchens neue Kommunalreferentin Kristina Frank wird ein schwieriges Erbe antreten. OB Reiter jedenfalls betonte, er setze große Hoffnungen auf die neue Referentin.

 

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