Staatsschutz ermittelt Geplante Gerichtsaussage: Nazi-Schläger wollten Zeugin einschüchtern

Der Staatsschutz der Polizei ermittelt in dem Fall. Foto: imago/Arnulf Hettrich

Der Überfall auf eine linke Aktivistin steht in Verbindung mit einem Prozess gegen Rechts.

 

München - Die Tat ist offenbar eine unverhohlene Drohung aus der rechten Szene. Zwei Männer überfielen und misshandelten eine 36-Jährige am Montag in ihrer Wohnung. Die Täter waren vermutlich Neonazis.

Wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Freitag der AZ auf Anfrage bestätigte, sollte die linke Aktivistin am Dienstag in einem Prozess gegen ein Mitglied aus der rechten Szene aussagen.

In dem Prozess vor einem Gericht in Nordbayern geht es nach "SZ"-Informationen um Körperverletzung. Die 36-Jährige sollte in dem Verfahren als Zeugin aussagen. Die 36-Jährige ist bei der Attacke am Montag in ihrer Wohnung verletzt worden, zudem steht sie noch unter Schock. Deshalb wurde der Prozess auf unbestimmte Zeit verschoben.

Maskierte Rechte dringen in Wohnung ein

Die maskierten Männer hatten die Aktivistin an der Wohnungstür überrumpelt. Sie würgten die Frau, schlugen ihr gegen den Kopf. Die Täter hinterließen eine Schmierschrift an einer Wand. Ein Bibelspruch, der vor dem Hintergrund des einen Tag später anstehenden Prozesses als Drohung der rechten Szene verstanden werden kann.

Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hat ein Verfahren eingeleitet und den Staatsschutz des Münchner Polizei mit dem Fall betraut.

 

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