"Sportliche Balance" Merkel kritisiert Transfersummen: "Regeln anpassen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Bundespräsident Joachim Gauck vor dem WM-Finale 2014 zwischen Deutschland und Argentinien im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro. Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt angesichts der aktuellen Mega-Deals eindringlich davor, dass sich die Transfer-Spirale im internationalen Profifußball völlig überdrehen könnte.

 

Regensburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich kritisch über die in diesem Sommer drastisch angestiegenen Ablösesummen im Profi-Fußball geäußert.

"Solche Summen kann kein Mensch nachvollziehen. UEFA und FIFA sollten die Regeln für Spielertransfers noch einmal anpassen, um für größere sportliche Balance zu sorgen", sagte die CDU-Parteivorsitzende der Mittelbayerische Zeitung. Sie sehe die finanziellen Entwicklungen im Fußball "genauso kritisch wie viele".

In diesem Sommer war unter anderem Brasiliens Superstar Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris St.-Germain gewechselt. Die Katalanen hatten in der Folge Borussia Dortmunds Ousmane Dembélé für 105 Millionen Euro plus weitere Bonuszahlungen verpflichtet.

Merkel mahnte eindrücklich zu einer Anpassung durch die Verbände. "Sonst drohen die Ablösesummen immer mehr zu eskalieren", sagte die 63-Jährige. Sie präsentierte sich in der Vergangenheit bei Welt- und Europameisterschaften als Fußball-Fan und traf bereits einige Male die deutsche Nationalmannschaft.

 

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