Spitze gegen Rummenigge Bundesliga-Konkurrent Mainz 05 veräppelt den FC Bayern

Die Mainzer nehmen Karl-Heinz Rummenigge und seinen Angriff auf die 50+1-Regel aufs Korn. Ob der drüber lachen kann? Foto: Imago/Ulmer/AZ-Screenshot

Karl-Heinz Rummenigge macht fleißig Werbung dafür, die 50+1-Regel in der Bundesliga zu kippen. Das nimmt nun ein Liga-Gegner zum Anlass, um den Vorstandsboss des FC Bayern ironisch, aber deutlich zu kritisieren.

München/Mainz - "Mainz, wie es singt und lacht!" Es ist der Spruch schlechthin, der mit der Bundesliga-Stadt in Rheinhessen und mit dem Fußball-Klub 1. FSV Mainz 05 in Verbindung gebracht wird.

Schließlich sind die 05er für ihren Frohsinn bekannt, feiern jedes Jahr etwa ausgiebig mit ihren Fans Karneval. Markant: Jetzt hat die Vorstandsriege der Mainzer den FC Bayern und in erster Linie dessen Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge veräppelt. Es ist ein Seitenhieb unter Kollegen.

"Oder wir machen es wie Bayern"

Der FSV-Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann sagt zu Beginn: "Ganz offen: Wir müssen mehr Zuschauer in die Stadien zurückholen. Wir brauchen Ideen!" Hofmann fragt in einem Konferenzraum im Stadion in die Runde: "Welling? Lehmann?" Michael Welling, Direktor Marketing, antwortet darauf: "Wir verteilen Klatschpappen." Es ist eine Anlehnung an einen Werbespot eines Kreditinstituts und soll einen eigentlich unsinnigen Vorschlag darstellen.

Nun entgegnet der Kaufmännische Vorstand, Jan Lehmann: "Oder wir machen es wie die Bayern: Jedes Jahr neue Stars kaufen, ein Stadion für 60.00 Zuschauer, immer haushoch gewinnen und am Saisonende die Meisterschale." Hofmann ist neugierig, fragt: "Was brauchen wir dafür?"

Klare Kritik an Bayern-Boss Rummenigge

Sportvorstand Rouven Schröder, hochbegeistert, antwortet für Lehmann: "Ganz einfach: Einen Scheich als Investor, der bringt Milliarden, wir kaufen eine neue Mannschaft und ein neues Team, und das Stadion: Voll mit VIPs, gut betucht..." Hofmann hat genug von Schröders Träumereien, unterbricht: "Okay, wir machen das mit den Klatschpappen."

Der Seitenhieb daran: Bayerns Vorstandsboss Rummenigge hatte im Interview mit der "Sport Bild" zuletzt wiederholt die 50+1-Regel in Deutschland in Frage gestellt. Diese begrenzt den Einfluss externen Investoren bei Fußball-Klubs auf 49 Prozent. Rummenigge würde diese Schranke gerne beseitigen. Die Mainzer zeigten ihm nun, was sie von diesem Vorpreschen halten. Ihnen ist selbst der vermeintlich unsinnige Vorschlag lieber.

Im Video: Wie die Mainzer die Bayern veräppeln

 

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