Spektakuläres Gebäude am Knödelplatz Werk 12 im Werksviertel: Das ist Kunst am Bau

Spektakulär, trendig und emotional inszeniert: Nachts leuchtet die Comic-Sprache der Fassade des Werk 12 farbig. Foto: MVRDV Architekten

Witziger Blickfang im Werksviertel: Der neue Selfie-Hotspot für die Stadt wird im Jahr 2019 eröffnet.

 

München - Expressive Buchstaben waren gesucht, als Kunst am Bau. Literaten und Künstler durften kurze Worte finden – für die Glas-Fassade des neuen Büro- und "Entertainment"-Gebäudes Werk 12 im Werksviertel.

"Irgendwie sind wir auf Comics gekommen", erklärt die Münchner Künstlerin Beate Engl (45) mit ihrem Atelierkollegen Christian Engelmann (48). Die beiden haben in den "Lustigen Taschenbüchern" mit Micky Maus und Donald Duck geblättert – und aus den Sprechblasen die witzigen, lautmalerischen und emotionalen Ausrufe extrahiert: AAHHH, OH, PUH, WOW, HMPF und HIHI.

"Die haben so eine Leichtigkeit. Vielleicht bringt der Comic-Jargon Leute zum Lachen, die in der S-Bahn vorbeifahren", hofft Beate Engl. Sie liebt das verschmitzte "HIHI" besonders, "aber auch das seitlich am Gebäude angebrachte verschnupfte und beleidigte HMPF liegt mir sehr am Herzen."

Die Buchstaben werden sehr groß im ganzen Werksviertel sichtbar sein

Die sechs Worte, die jedes Kind kennt, aber auch die Oma, sollen Erstaunen hervorrufen: "Die Buchstaben werden sehr groß. Nachts sind sie in Rot oder Gelb, Blau oder Weiß illuminiert und leuchten wie zufällig, ohne festes Muster", erläutert Engl.

Fünf Meter hoch hat das niederländische Architekturbüro MVRDV jeden der Buchstaben geplant – eine spektakuläre Inszenierung. OH und WOW geben dem Werk 12 sein unverwechselbares Gesicht.

Werk 12 in München: Das kommt rein

Ab 2019 sind am zentralen Knödelplatz 8.400 Quadratmeter bezugsfertig: für Büros, Wellness-Einrichtungen und Bars. In das Haus zieht ein Fitness-Center mit Hallenbad ein, auch Gastronomie und Nachtleben.


So sieht's aktuell auf der Baustelle des Werk 12 aus.

Das Kommunikative, der Dialog, sollen das Werk 12 auszeichnen, schreiben die Macher. Dazu ein Freiheitsgefühl, das das Gebäude Mietern und Besuchern vermitteln möchte. Die Architekten haben im Werk 12 fünf Stockwerke eingeplant, jeweils mit einer Raumhöhe von mehr als fünf Metern. So können im Inneren des Glas-Hauses Galerien und Zwischenebenen eingezogen werden.

Die renommierten holländischen Architekten MVRDV arbeiten in München mit N-V-O Nuyken von Oefele Architekten als Partner zusammen.

Der humorvolle Comic-Jargon als nächtliche Lichtshow verwandelt das Werk 12 in den neuen Selfie-Hotspot Münchens, prognostizieren die Architekten selbstbewusst. Die Münchner Fassaden-Künstler – mit Atelier in Obergiesing – freut's.


Wellness geboten: im Schwimmbad mit Blick über die Dächer der Stadt. Visualisierung: MVRDV Architekten

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