Sorgenkind des FC Bayern Wegen Stammzellen-Therapie: Doping-Kontrolleure bei Manuel Neuer

Bekam unangemeldeten Besuch von Doping-Kontrolleuen: Manuel Neuer Foto: dpa

Seit Mitte September letzten Jahres fehlt Manuel Neuer dem FC Bayern. Wie der Keeper nun verriet, bekam er wegen einer Stammzellen-Kur unangemeldeten Besuch von Doping-Kontrolleuren.

 

Am Dienstag kehrte Manuel Neuer endlich wieder zurück auf den grünen Rasen - und das an seinem Geburtstag. Im September vergangenen Jahres hatte sich der 32-jährige Weltmeister von 2014 den insgesamt dritten Mittelfußbruch seiner Karriere zugezogen, seitdem arbeitet er an seinem Comeback.

Um den Heilungsverlauf zu unterstützen und den Knochen zu stabilisieren, unterzog er sich einer speziellen Stammzellen-Therapie. Als die Maßnahmen an die Öffentlichkeit kamen, rückten allerdings sofort die Doping-Kontrolleure an.

Dies erzählte der viermalige Welttorhüter nun gegenüber dem hauseigenen TV-Sender: "Es war keine Eigenblut-Therapie, sondern eigentlich eine Stammzellen-Kur, die man aus dem Knochenmark am Beckenkamm entnimmt und dann dem Knochen zufügt."

Manuel Neuer: "So läuft das in Deutschland"

Wenig später bekam Neuer dann unangemeldeten Besuch: "Das Skurrile war, dass (...) nach dem Abend, als darüber berichtet wurde, zwei, drei Stunden später die Dopingkontrolleure vorbeigekommen sind. So läuft das in Deutschland, dass so etwas irgendwie verbreitet wird, dass aus der Zentrale in Bonn der Anruf kommt und dann die Kontrolleure vorbeikommen. Ich habe mich auch gewundert, weil zu der Zeit sonst nie eine Dopingkontrolle stattfindet."

Hintergrund: Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) mit Sitz in Bonn veranlasst regelmäßig Tests bei Profisportlern. Um Vertuschungen durch tatsächliche Doping-Sünder zu vermeiden, erfolgen diese stets ohne vorherige Ankündigung.

 

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