Sonne, Mond und Wolken? So wird das München-Wetter zur Sonnenfinsternis

München hat, im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten, beste Chancen auf eine gute Sonnenfinsternis-Sicht. Foto: dpa

Am 20. März gibt es eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Viele Astro-Fans hoffen hierbei auf eine klare Sicht. Die AZ verrät, wie das Wetter wird.

 

München - Am 20. März gibt es die partielle Sonnenfinsternis in ganz Mitteleuropa zu sehen. Deutschlandweit gesehen hat der Süden die besten Chancen auf eine gute Sicht. Die Münchner wird's mit Sicherheit freuen!

In Deutschland wandert der Mond zwischen 9.30 Uhr und 10.45 Uhr vor die Sonne und verdeckt sie in München um 70 Prozent und in Hamburg bis zu 80 Prozent. Um 12 Uhr ist das Himmelspektakel dann schon wieder vorbei.

Ob das Wetter dieses Jahr mitspielt und der Himmel, anders als im Jahr 2011, klar bleibt, weiß der Meteorologe Matthias Habel: "Die Chancen auf einen klaren Himmel sind in Süddeutschland am größten. Mit etwas Glück hat man dort freien Blick auf die Sonnenfinsternis." Im Nordwesten hingegen sieht Habel weniger Chancen, die Sonnenfinsternis direkt beobachten zu können. Hier rechnet er mit einer Wetterfront und vielen aufziehenden Wolken. Die Grenze zwischen Glück und Pech könnte für die Astro-Fans also sehr scharf über der Mitte Deutschlands verlaufen.

Wer eine totale Sonnenfinsternis erleben will, kann nicht in München bleiben, sondern muss reisen: Auf den Färöer-Inseln im Nordatlantik wird die Sonne vom Mond vollständig überdeckt – ein Naturspektakel, das zahlreiche Touristen auf die sonst eher dünn besiedelten Inseln locken wird. Doch weiß Habel: "Bei dichter Bewölkung wird es auf den Färöer-Inseln am 20. März immer wieder regnen. So dürften auch dort die Chancen eher gering sein, die Sonnenfinsternis direkt zu beobachten."

Beste Beobachtungsbedingungen erwartet Habel hingegen auf der zu Norwegen gehörenden Inselgruppe Spitzbergen. Hier dauert die totale Phase der Sonnenfinsternis fast zweieinhalb Minuten und wird bei nur wenigen Wolken sehr gut zu beobachten sein. "Beobachter vor Ort müssen sich allerdings warm anziehen, denn die Temperatur auf der Inselgruppe im Nordmeer liegt bei minus 18 Grad", so der Meteorologe.

 

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