Sommersaison auf der Kippe Corona sorgt für Ungewissheit bei den Münchner Schwimmbädern

Im Schyrenbad ist die Auswinterung abgeschlossen. Die Frage ist nur, wann es öffnen darf. Foto: SWM

Seit Mitte März sind die Schwimmbäder in München wegen der Corona-Pandemie geschlossen. In der Zwischenzeit wurden die Freibäder für den Sommer fit gemacht. Unklar ist nur, ob die Sommersaison heuer überhaupt starten kann – und wenn ja, wann?

 

München - In einer Woche wäre es theoretisch soweit: Mit dem Beginn der Sommersaison würden dann nach und nach die Freibäder in München öffnen.

Doch dieses Jahr ist alles anders – wie bei so vielen Dingen in der Stadt. Denn wegen des Coronavirus' sind die städtischen Schwimmbäder seit Mitte März geschlossen und auch die Freibäder bleiben erstmal dicht.

Freibäder sind fit für den Sommer

Doch die Mitarbeiter der Münchner Stadtwerke (SWM) waren in der Zwischenzeit nicht untätig und haben die Freibäder fit für den Sommer gemacht – "auswintern" nennt sich das. So wurden in Schyren-, Dantebad und Co. die Becken gereinigt und die Badeareale gepflegt. Außerdem erfolgte die Inbetriebnahme der Umkleide- und Waschräume.

Die Auswinterungsarbeiten in den Freibädern sind also weitgehend abgeschlossen. Unklar ist jetzt jedoch noch, wann und ob die diesjährige Sommersaison überhaupt beginnen kann.

SWM-Bäderchefin Christine Kugler dazu: "Wir unterstützen die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung und bitten unsere Bade- und Saunagäste um Verständnis dafür, dass die Bäder weiterhin geschlossen bleiben müssen. (...) Sobald es die Situation zulässt und eine Öffnung ermöglicht wird, freuen wir uns, wenn wir den Münchnerinnen und Münchnern wieder Sport und Erholung in unseren Bädern ermöglichen können. Über den Zeitpunkt entscheidet die Landespolitik."

Bäder-Beschäftigte in Kurzarbeit

Weil noch nicht abzusehen ist, wann die Bäder wieder geöffnet werden können, haben die Stadtwerke für ihre Bäder-Beschäftigten Kurzarbeit beantragt. Zudem wird versucht, einen Teil der insgesamt 200 Mitarbeiter in anderen Bereichen des Konzerns oder einer Tochter der Landeshauptstadt München einzusetzen. Die SWM stocken das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent, in den unteren und mittleren Einkommensklassen auf 95 Prozent der Nettoeinkommen auf.

Werner Albrecht, Geschäftsführer Personal, Immobilien und Bäder: "Die Arbeitsplätze bei den SWM sind und bleiben sicher. Die Kolleginnen und Kollegen werden weiter benötigt. Das heißt, sobald wir die Bäder wieder öffnen dürfen, werden wir sie sofort in die reguläre Beschäftigung zurückholen. Die Kurzarbeit bei den Bädern hilft uns, die derzeitige Schließung zu überbrücken und die wirtschaftlichen Verluste etwas abzufangen. Für andere Bereiche der SWM ist derzeit keine Kurzarbeit geplant."

 

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