So erlebten die Promis den Mauerfall Reiner Calmund: "Die Ereignisse zogen mich magisch an"

Reiner Calmund wollte unbedingt in Berlin sein, nachdem die Mauer fiel Foto: ddp images

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Auch die Promis erinnern sich noch gut an diesen historischen Tag für Deutschland. spot on news hat sich bei den Stars umgehört.

 

Berlin - Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Zum Jubiläum hat sich die Nachrichtenagentur spot on news bei den deutschen Stars umgehört und herausgefunden, wie sie diesen historischen Tag erlebt haben.

Charly Hübner

"Ich habe mit ein paar Freunden für eine Art Fassnacht mit satirischen Büttenreden am 11. November geprobt, am 9. November war die Generalprobe. Am Tag danach haben wir es im Fernsehen gesehen. Allein die Information, dass die Mauer, die für uns Anfang der 1970er Jahre Geborene immer da war, nicht mehr fix ist, war aufregend genug. Ich habe weder gejubelt, noch war ich traurig. Ich war einfach nur gespannt darauf, was als nächstes passieren wird."

"Wir waren schon sehr neugierig und als wir mitbekommen haben, dass die Schule nicht so einen Heribert macht, wenn man mal fünf Tage nicht im Unterricht ist, sind wir sofort nach Berlin und haben uns den bunten Westen angeguckt", erzählt Hübner weiter. "So schlimm, wie sie uns immer erzählt hatten, war es dort aber gar nicht. Im Gegenteil, endlich konnten wir die tollen BASF-Kassetten kaufen, die die Musik viel besser wiedergegeben haben als die Kassetten bei uns."

Reiner Calmund

"Ich hatte, wie wohl die meisten Menschen in Deutschland, viereckige Augen vom TV-Marathon. Gemeinsam mit der Mondlandung und später diesem schrecklichem 11. September 2011 war der Mauerfall das bewegendste Erlebnis. Keiner hat das doch alles für möglich gehalten, die nächtliche Berichterstattung ging mir tief unter die Haut."

"Die Ereignisse zogen mich magisch an. Am 11. November, zwei Tage nach dem Mauerfall, landete ich in Berlin", so Calmund weiter. "Ich wollte dabei sein, wenn meine alte Liebe zu neuer Blüte erwacht. Und dass da etwas bevor stand in Berlin, das spürte ich. Die Straßen waren schwarz von Menschen und meinem hohen Wiedererkennungswert hatte ich es zu verdanken, dass ich schnell Kontakt knüpfte."

Udo Walz

"Ich saß mit Freunden - wie jeden Abend - im Restaurant und da kamen Menschen in das Lokal, die uns erzählten, dass die Mauer gefallen ist. Wir hielten das für einen Scherz. Doch draußen liefen tatsächlich Menschen aus der DDR durch die Fasanenstraße und alle umarmten sich. So kam auch ich ins Gespräch mit einer Familie aus Thüringen (glaube ich), die ich dann spontan bei mir hatte übernachten lassen, weil sie nicht wussten, wo sie waren und wo sie schlafen sollten. Das werde ich nie vergessen."

Merkel über den Mauerfall: Berlin schrieb Geschichte

Roland Kaiser

"Ich war damals für die Sendung 'Der große Preis' in Berlin. Als wir hinterher beim Essen zusammen saßen, kam ein Taxifahrer in das Restaurant und sagte: 'Die Mauer ist auf!' Meine Freunde und ich sind dann gemeinsam zur Invalidenstraße gefahren und haben die Menschen dort in den Armen liegend gesehen, wie sie sich gefeiert haben. Für mich als Westberliner waren die Emotionen sehr groß, denn ich hatte den Mauerbau als Kind mitbekommen und nicht geglaubt, dass ich erleben werde, dass dieses Bauwerk wieder fällt."

Peyman Amin

"Ich war gerade 18 geworden und in der elften Klasse. Ein Jahr zuvor war ich noch mit meiner Schulklasse in Berlin auf Klassenfahrt und es dauerte ewig, bis wir durch den Zoll in den Osten gelangten. Als die Mauer fiel, dachte ich, dass es in Zukunft wohl nicht mehr so lange dauern würde in den Osten zu kommen."

Michaela May

"Die Nachricht vom Mauerfall hat sich wie ein Lauffeuer rumgesprochen und wir haben uns im Freundeskreis spontan verabredet, um das alles im TV zu verfolgen. Allerdings hielt sich meine Euphorie in Grenzen, da ich anfangs befürchtete, dass da noch was Schlimmes passiert. Richtig gefeiert haben wir die Wiedervereinigung erst auf der Silvesterparty von Thomas Gottschalks Anwalt Peter Schmalisch. Da lagen wir uns alle mit Tränen in den Armen."

25 Jahre Mauerfall: Linke bekräftigt Entschuldigung für DDR-Unrecht

Alexander Marcus

"Ich war mit meiner damaligen Schulklasse schon vormittags zur Mauer gefahren, um live dem Spektakel beizuwohnen. Ich war einer von denen, die oben auf der Mauer standen. Wir fingen dann zügig mit dem Trinken an, so dass ich mich an den Rest dieses historischen Tages nicht mehr erinnern kann. Ich wünschte, ich hätte als Alexander Marcus damals am Brandenburger Tor auftreten und den Song '1,2,3' singen können."

Dunja Hayali

"Ich war damals 15 Jahre, habe noch tief im Westen bei meinen Eltern in Datteln gelebt. Am Abend selbst hab ich es nicht mitbekommen, aber am nächsten Morgen dann in den Nachrichten und ehrlich gesagt, war es eine Nachricht, wie jede andere auch. Ich hatte keinen Bezug zur Mauer, keine Bekannte oder Freunde im Osten, es ging aber vielen von meinen Freunden so. Vielleicht waren wir zu jung und zu weit weg. Wenn ich die Bilder heute sehe, krieg' ich ne Gänsehaut. Es ist bewegend zu sehen, was Menschen bewegen können, wenn sie wollen."

 

1 Kommentar