Skandalspiel in Ingolstadt Polizei: "Mit Abstand der heftigste Vorfall"

1860-Fans während der Partie beim FC Ingolstadt. Später kommt es zu Krawallen bei der Heimfahrt. Foto: Rauchensteiner/AK

Die Vorfälle vom Skandalspiel zwischen dem FC Ingolstadt und dem TSV 1860 München wirken weiter nach. Die Bundespolizei spricht von einer neuen Intensität der Gewalt.

 

München - Größere Verletzungen sind nach bisherigem Kenntnisstand ausgeblieben. Dennoch wirken die Vorfälle von Freitagabend beim Spiel zwischen dem FC Ingolstadt und dem TSV 1860 München nach. Bei der Bundespolizei in München ist von einer neuer Intensität der Gewalt die Rede. Die Fans allerdings wehren sich gegen die Darstellungen der Polizei.

Wolfgang Hauner, der Pressesprecher der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof, sagte am Samstag gegenüber der AZ: "Das war mit Abstand der heftigste Vorfall was Zugbegleitungen angeht. Es gab noch nie elf Verletzte Polizisten. Zum Glück sind alle nur leicht verletzt. Auch was die Gewaltbereitschaft angeht, haben wir einen neuen Höhepunkt erreicht. Wenn man im Zug, wo auch ältere Menschen und Kinder zugegen waren, auf vermummte Personen trifft, ist das auch für Polizisten eine unbehagliche Situation."

Zusammen mit der Ingolstädter Polizei nehmen Hauner und seine Münchner Kollegen jetzt die Ermittlungen auf. "Wir haben einige Personalien aufgenommen. Außerdem werden wir noch das Videomaterial auswerten. Wenn wir dort auf weitere Straftaten stoßen, werden wir natürlich Ermittlungen aufnehmen", sagte Wolfgang Hauner.

Rund um das Spiel in Ingolstadt und die Vorfälle im Anschluss daran waren etwa 130 Beamte im Einsatz. "Auch das ist eine außergewöhnlich hohe Zahl", sagt Hauner. Erst gegen 0:45 Uhr löste sich das Chaos am Münchner Hauptbahnhof auf.

 

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