Silvester in München KVR stellt Böller-Regeln für Viktualienmarkt auf

Feuerwerksraketen explodieren in der letzten Silvesternacht über der Münchner Innenstadt. Foto: Matthias Balk/dpa

Der Jahreswechsel könnte in diesem Jahr durch das Böller-Verbot innerhalb des Mittleren Rings etwas ruhiger ausfallen. Ein bisserl geschossen wird jedoch – auch am Viktualienmarkt. Zum Unmut von CSU-Mann Stefinger.

 

München - Obwohl das KVR und die Münchner Polizei das Feuerwerks- und Böllerverbot zu Silvester kürzlich offiziell gemacht haben, knallt es vorher schon ein bisschen. Klar ist, dass im Bereich Marienplatz und der Fußgängerzone bis zum Stachus ein absolutes Feuerwerksverbot besteht. Dieses Verbot gilt jedoch nicht für den Viktualienmarkt – zum Ärger von Wolfgang Stefinger (CSU).

Viktualienmarkt: Silvesterraketen erlaubt, Böller verboten

Stefinger, Bundestagesabgeordneter der CSU und gleichzeitig Vorsitzender der Freunde des Viktualienmarkts e.V., hatte jüngst auch ein generelles Feuerwerksverbot für den Viktualienmarkt gefordert. Diesen Vorstoß hat das KVR nun abgelehnt. Das Kreisverwaltungsreferat weist in einem entsprechenden Bericht darauf hin, "dass am Viktualienmarkt das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen mit ausschließlicher Knallwirkung, also Silvesterknaller und Böller, am gesamten 31. Dezember und am gesamten 1. Januar verboten ist".

Darum gibt's kein Feuerwerksverbot am Viktualienmarkt 

Damit gelten auch für den Viktualienmarkt dieselben Regeln wie innerhalb des Mittleren Rings: Silvesterraketen sind erlaubt – Knaller, Böller und Co. sind verboten. "Eine Ausweitung der Allgemeinverfügung auf das Gebiet des Viktualienmarktes ist rechtlich leider nicht begründbar, da es an der erforderlichen Gefahrenprognose im Sinn des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes fehlt", erklärt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle.

In der Vergangenheit kam es nach Angaben der Stadt München bisher in der Silvesternacht zu keinen Vorkommnissen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern am Viktualienmarkt.

Auch Kommunalreferentin Frank fordert Feuerwerksverbot

Auch Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) fordert, dass zu Silvester auf dem Viktualienmarkt Feuerwerk verboten wird. Frank möchte, dass ihre Forderung dringend am kommenden Mittwoch im Stadtrat behandelt wird. Sie sagt der AZ: "Wir dürfen das Sicherheitsrisiko für unser weltbekanntes Kleinod nicht kleinreden." Sie hoffe, dass der Stadtrat "aus Brandschutzgründen für den Erlass eines Feuerwerksverbots" stimmt.

 
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