Sicherheit auf dem Oktoberfest Polizei rüstet zur Wiesn auf

Ein gewohnter Anblick: Polizisten am Eingang zum Oktoberfest. Foto: dpa

Fast 1000 Beamte sind im Einsatz, wenn in wenigen Tagen feiernde Wiesnfans und Flüchtlinge aufeinandertreffen

 

München -  Demonstrativ gelassen präsentieren sich Polizei und Sicherheitsbehörden der Stadt kurz vor dem Auftakt zum 182. Oktoberfest.

„Wir sind bestens gerüstet und auf alle Eventualitäten vorbereitet“, sagt Einsatzleiter Werner Feiler, seit 1. September Polizeivizepräsidenten in München. Insgesamt knapp 1000 Beamte stehen zur Verfügung: 300 Polizisten schieben auf der Wiesnwache Dienst, dazu 200 im Umfeld der Theresienwiese. Die Bundespolizei steuert nochmals voraussichtlich rund 400 Beamte hinzu. Sie sollen sich um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen kümmern.

Neuralgischer Punkt ist der Münchner Hauptbahnhof: Hier treffen ab Samstag Zehntausende Oktoberfestbesucher ein und werden abends mehr oder weniger nüchtern auch wieder die Heimreise antreten.

Am Starnberger Flügelbahnhof werden Wiesnfans auf Flüchtlinge treffen. „Das wird sich nicht verhindern lassen“, sagt Werner Feiler. Größere Probleme erwartet der Polizeivizepräsident nicht. Innenminister Jürgen Herrmann hatte sich dagegen die letzten Tage besorgt gezeigt, dass angetrunkene Wiesnbesucher auf Flüchtlinge losgehen könnten.

Die Lage am Hauptbahnhof hat sich seit Sonntag deutlich entspannt. Seit an der Grenze zu Österreich wieder kontrolliert wird, ist die Zahl der Flüchtlinge deutlich gesunken. Kein Vergleich zum Wochenende, als innerhalb von zwei Tagen rund 20 000 Flüchtlinge am Hauptbahnhof eintrafen.

1000 Flüchtlinge waren es nach Polizeiangaben am Montag. Gestern kamen laut Bundespolizei nochmals rund 1000 hinzu. Rund 750 Flüchtlinge wurden im Zug gleich weiter nach Dortmund gefahren.

„Es ist klar, dass München nicht die alleinige Drehscheibe zur Verteilung aller Flüchtlinge in Deutschland sein kann“, sagt KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle.

„Wir haben aktuell eine Lage, die in keinem Vergleich mit den bisherigen Wiesn-Einsätzen steht“, betont Polizeivizepräsident Werner Feiler. Wie auch in den vergangenen Jahren gelten die üblichen Sicherheitsvorkehrungen. 19 Videokameras sind auf dem Festgelände installiert. Polizisten kontrollieren stichprobenartig auf und rund um die Theresienwiese.

Das KVR hat vorsorglich gegen 25 Personen Betretungsverbote für die Wiesn verhängt: 25 Schläger und neun notorische Taschendiebe.

Die drei Sicherheitszonen gibt es ebenfalls wieder und entsprechend keine Parkmöglichkeiten, ausgenommen für Anwohner. Es werde ein ganz normales Oktoberfest, so Wilfried Blume-Beyerle, aber eben mit einer Besonderheit – den Flüchtlingen.

 

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