Shooting-Stars der Bundesliga Weigl und Sané: Beide wurden vom FC Bayern abgelehnt!

Leroy Sané (l.) und Julian Weigl (r.) könnten 2016 für den FC Bayern spielen. Foto: az, dpa

Leroy Sané und Julian Weigl gehören zu den Shooting-Stars der Bundesliga-Saison. Beide könnten heute für den FC Bayern spielen, wenn sich der Rekordmeister im Jugendbereich nicht gegen sie entschieden hätte.

München - Sie sind jung, sie sind wild und sie gehören zu den Shooting-Stars der Liga. Gemeint sind der Schalker Leroy Sané und der vom TSV 1860 zum BVB gewechselte Julian Weigl. Die beiden 20-Jährigen zählen zu den Überfliegern der Saison.

Bitter für den FC Bayern: Beide könnten im Jahr 2016 das Trikot des deutschen Rekordmeisters tragen. Sowohl Sané als auch Weigl wurden von den Münchnern als nicht gut genug erachtet. Im Fall von Sané wurde laut Kicker-Informationen im Oktober 2013 im internen Kreis über den Nachwuchsspieler gesprochen. Der damals 16-jährige Schalker fiel durch, ihm wurde eine Karriere beim FC Bayern nicht zugetraut.

Mittlerweile ist der 20-Jährige eine feste Größe bei Schalke 04 mit Einsätzen in der Bundesliga, der Champions League und dem DFB-Pokal. Ob er auch in Zukunft für die Knappen kickt, ist unklar. Und zwar weil mittlerweile halb Europa auf den talentierten Kicker aufmerksam geworden ist. Mit einem Marktwert von 18 Millionen Euro ist Sané derzeit weltweit der wertvollste Rechtsaußen unter 21 Jahren. Im Winter soll Manchester City sogar bereit gewesen sein, bis zu 55 Millionen Euro für einen Wechsel zu zahlen. Ein Transfer blieb aus. Aktueller Favorit für eine mögliche Verpflichtung: Der FC Barcelona.

Weigl scheitert beim Probetraining

Ähnlich ist die Situation bei Julian Weigl: Der 20-Jährige spielte 2010 beim Rekordmeister vor und fiel durch. "So was wie mit Weigl darf uns nicht mehr passieren", ärgert sich Heiko Vogel, Bayerns sportlicher Leiter für alle Teams ab der U16, aktuell im Kicker. Statt zu den Roten, ging es für den gebürtigen Bad Aiblinger zum TSV 1860 München. Dort schaffte er den Sprung in den Profikader und wechselte schließlich vor der laufenden Saison für 2,5 Millionen zu Borussia Dortmund.

Das Problem: Der FC Bayern hat es in den letzten Jahren verpasst, seine Nachwuchsarbeit zu optimieren. "Es braucht Zeit, das aufzuholen. Ich rechne mit drei bis fünf Jahren. Dass wir was über Jahre verpasst haben, ist klar", erklärte Vogel gegenüber dem Fachmagazin.

Nachwuchsförderung 2.0

In Zukunft soll es wieder besser laufen für die Nachwuchsabteilung des FC Bayern und die Spieler aus dem Umland. "Die Talente aus der Region, die müssen bei uns sein", beschreibt Vogel das Vorhaben. Bayerische Talente sollen wieder den Weg zum Rekordmeister finden. Ein Ziel, welches zuletzt nicht immer so erfolgreich verfolgt wurde, wie Vogel einräumt: "Wir haben München und Umland etwas aus den Augen verloren."

Um den Talenten die bestmöglichen Voraussetzungen zu liefern, soll nicht nur die Nachwuchsakademie auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch der sportliche Anreiz geschaffen werden. Um diesen zu gewährleisten, gilt es, dass die zweite Mannschaft des Rekordmeisters endlich den Aufstieg in die 3. Liga packt. Ein schweres Unterfangen, wie sich in den letzten Jahren zeigte: Seit dem Abstieg in die Regionalliga im Jahr 2011 versucht der Bayern-Nachwuchs vergeblich den Sprung zurück nach oben.

Was es jedoch auch benötigt - und das dürfte die wohl größte Aufgabe für den Rekordmeister darstellen: Platz für Talente im Profikader des Rekordmeisters, um diese in Ruhe aufzubauen. Der letzte Trainer, dem dies bei den Münchnern gelang, war Louis van Gaal. Mit Müller, Badstuber und Alaba förderte der Niederländer gezielt Jungs aus der eigenen Nachwuchsabteilung. Eine Förderung, die man sich auch für die Zukunft an der Säbener Straße wünscht.

 

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