"Sehe meine Frau kaum" Arjen Robben: Bayerns besessener Frühstarter

Trainiert unermüdlich für die neue Saison: Arjen Robben Foto: sampics/augenklick

Arjen Robben ist in der Saisonvorbereitung des FC Bayern schon wieder voll in seinem Element. "Schlafen. Essen und Trainieren. Ich sehe meine Frau kaum", sagt er. Will James zurück zu Real Madrid?

München - Arjen Robben ist beim FC Bayern schon wieder voll in seinem Element und macht seinem Ruf als Fußballbesessener alle Ehre. Auch wenn er dafür so manches Opfer bringen muss. "Ich sehe meine Frau kaum im Moment", verriet Robben am Freitag bei einem Pressetalk an der Säbener Straße.

Denn derzeit sei sein Tagesablauf lediglich von folgenden Dingen bestimmt: "Schlafen, Essen und Trainieren. Mehr nicht." Dass seine Ehefrau Bernadien in dieser Woche sogar mal beim Training vorbeikam, um ihrem Mann bei der Arbeit zuzuschauen, lässt befürchten, dass Robben damit sogar die Wahrheit sagte. Er hat schließlich mit den anderen nicht an der Weltmeisterschaft beteiligten Bayern-Profis schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison aufgenommen.

Arjen Robbens Ehrgeiz ist immer noch ungebrochen

Sein Ehrgeiz kennt ja bekanntlich generell auch dabei traditionell keine Grenzen. Wer ihm beim Training zusieht, merkt schnell, dass sich das auch mit mittlerweile 34 Jahren kein bisschen geändert hat. "Das muss der Anspruch für uns alle sein. Wir wollen das Höchste erreichen, Titel gewinnen, mindestens einen mehr als letztes Jahr", sagte er, "da ist Vorbereitung ganz wichtig, da musst du arbeiten und fit werden, dann kannst du Vieles schaffen." Der Niederländer ist zurück im Geschäft, nachdem er in der für ihn dieses Mal spielfreien WM-Sommerpause tatsächlich mal etwas Abstand davon gesucht hatte.

"Ich war drei Wochen in Urlaub. Da habe ich komplett abgeschaltet, nichts verfolgt, nichts gesehen, nichts angeschaut", erzählte er. Nicht mal die WM-Vorrunde. Erst als er wieder zurück in Deutschland war, habe er wieder Fernsehen geschaut: "Leider habe ich die Deutschen deswegen nicht gesehen." Im Urlaub erreichte ihn eine SMS von einem Freund, der schrieb: "Du siehst deine Deutschen Kollegen schnell wieder." Das habe er dann erst mal "kurz gecheckt. Ich konnte das gar nicht glauben."

Robben glaubt an Kovac: Können eine erfolgreiche Saison zusammen haben

Die WM-Teilnehmer werden, bis auf Frankreich-Finalist Corentin Tolisso, am 25. Juli wieder bei Bayern einsteigen. "Das kann ein kleiner Vorteil sein für die, die jetzt da sind. Den müssen wir nutzen", sagte Robben. Genutzt hat er seinen Frühstart jedenfalls bereits zu einem ersten Gespräch mit Bayerns neuem Coach Niko Kovac. "Er ist ein junger Trainer, der richtig ehrgeizig ist und gerne arbeiten will", sagte Robben über den 46-Jährigen: "Er hat seine eigene Philosophie, wie er uns weiterbringen und Akzente setzen will. Wir können eine erfolgreiche Saison zusammen haben."

Damit das gelingt, nimmt er auch die anderen Routiniers des Teams in die Pflicht. "Für ihn ist das auch ein großer Schritt. Wir erfahrenen Spieler werden versuchen, ihm zu helfen." Er selbst wolle freilich weiterhin "eine wichtige Rolle in der Mannschaft spielen". Kovac sei übrigens wie genau wie er selbst ein Verfechter einer guten Vorbereitung und habe der Mannschaft deshalb mit auf den Weg gegeben: "Wenn du ein Haus baust, fängst du mit dem Fundament an, nicht mit dem Dach."

Arjen Robben: FC Bayern hat viel Qualität

Der Megatransfer von Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin, der die Kräfteverhältnisse der europäischen Topklubs durchaus beeinflussen könnte, beeindruckte Robben derweil wenig. Sein ehemaliger Real-Teamkollege habe schließlich "schon alles erreicht" und sich jetzt "für ein neues Abenteuer entschieden".

Auf AZ-Nachfrage sagte Robben: "Für uns ist wichtig, dass alle Spieler hierbleiben. Wir haben so viel Qualität. Wenn alle topfit sind, sind wir sehr schwer zu schlagen." Alle, das würde auch James einschließen, den es laut der spanischen "Marca" angeblich zurück zu Real Madrid ziehen soll. Bis 2019 haben die Münchner ihn von dort ausgeliehen und sich eine anschließende Kaufoption für 42 Millionen Euro gesichert. Dass sie diese auch nutzen werden, gilt als sicher. Nach Robbens Wechsel-Veto erst recht.

 

3 Kommentare

Kommentieren

  1. null