Sechzig gegen Uerdingen TSV 1860: Das Löwen-Duell mit Effenberg wird zur Typfrage

Treffen mit ihren Mannschaften am Samstag aufeinander: Löwe Sascha Mölders (l.) und der Uerdinger Kevin Großkreutz. Foto: firo/Rauchensteiner/Augenklick, imago/Revierfoto/AZ

Für die Löwen geht es gegen den KFC Uerdingen, der gerade erst Stefan Effenberg als Manager geholt hat. Auch beim TSV 1860 gibt es mit Sascha Mölders so eine "Persönlichkeit, die Reizpunkte setzt".

 

München - Ein Weltmeister auf dem Rasen (vielleicht) – Kevin Großkreutz. Ein Champions-League-Sieger in der Verantwortung – Stefan Effenberg. Der TSV 1860 und Trainer Daniel Bierofka treffen am Samstag auf die großen Namen.

Großkreutz und Effenberg sorgten in ihren Karrieren immer wieder für Schlagzeilen – gute und schlechte. Keine Frage, beide sind richtige Typen. Die Löwen haben auch einen aus dieser aussterbenden Gattung in ihren Reihen: Malocher-Kicker Sascha Mölders.

1860-Trainer Bierofka: "Wir wollen gewinnen"

Der TSV 1860 und KFC Uerdingen sind zwei Traditionsklubs und ehemalige Bundesligavereine. Zugleich sind beide aber auch Investorenklubs. Auf der einen, der Löwen-Seite, gibt Hasan Ismaik das Geld – bei Uerdingen Michail Ponomarew: Am Samstag um 14 Uhr steigt im Grünwalder Stadion ein besonderes Duell in der Dritten Liga. Aktuell, zumindest nach dem Gusto der Beteiligten, mindestens eine Liga zu tief.

"In erster Linie interessieren uns die Namen, die auf dem Rasen stehen. Wir wissen nicht, ob Großkreutz spielt, er war angeschlagen. Effenberg wird auf der Tribüne oder auf der Bank sitzen", sagte Bierofka, selbst Ex-Bundesligaspieler, über die großen Namen beim Gegner. Seine Ansage, nachdem der KFC mit Daniel Steuernagel einen neuen – und eher unbekannten – Trainer an der Seitenlinie stehen hat: "Es sind ein paar Fragezeichen für uns, aber wir wollen gewinnen." Der TSV-Trainer verwies dabei auf das "Erfolgserlebnis" des Viertelfinalsieges im Totopokal gegen Drittliga-Tabellenführer SpVgg Unterhaching – sowie Sechzigs Heimstärke: "Wir haben dort in den letzten sieben Spielen nicht verloren. Das ist kein Zufall mehr. Wir wissen diese Power, die von den Rängen kommt, zu verwerten."

Polarisierende Persönlichkeiten: Manager Effenberg und Stürmer Mölders

Wortgewalt, immer gepaart mit der entsprechenden Leistung – das ist es, was einen Typen ausmacht. Und so sagt Bierofka über Ex-Nationalspieler und Königsklassen-Sieger Effenberg, vor dem er "Hochachtung" habe: "Er ist eine Persönlichkeit, ein Typ mit Ecken und Kanten, der eine ganz klare Meinung hat, die er auch nach außen konsequent vertritt." Einer, der ganz klar sagt, was er denkt. Und einer, der in Zeiten von gleichgeschalteten und glattgebügelten Fußballern zur Rarität geworden ist: "Solche Leute gehen immer mehr verloren in der heutigen Gesellschaft."

1860 hat mit Mölders auch einen Vertreter dieser Art im Kader. "Er ist auch so eine Persönlichkeit. Er reibt sich am Gegenspieler, setzt innerhalb der Mannschaft Reizpunkte und erzeugt dadurch Energie", erklärte Bierofka über Sechzigs Sturmführer, der kürzlich sein bevorstehendes Karriereende als Profi ankündigte. Auch, wenn nur einer davon auf dem Platz stehen wird: Mölders und Effenberg – Sechzig gegen Uerdingen hat was von einem Duell der (letzten) Typen.

Sechzig hat sogar einen eigenen Effe, der aber nur zuschauen kann: "Er ist krank", erklärte Bierofka über Spielmacher Efkan "Effe" Bekiroglu, der weiter ausfallen wird. Müssen sich eben andere Löwen hervortun gegen Effes Uerdinger. Etwa Mölders, über den Bierofka sagt: "Ich weiß genau, dass Sascha bis zum letzten Atemzug für 1860 und die Mannschaft kämpfen wird."

 

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