Schweinfurt-Trainer über TSV 1860 Klaus: "Vielleicht bekommen die Löwen keine Lizenz"

Trainer des 1. FC Schweinfurt 05: Gerd Klaus. Foto: dpa
Wir dürfen die Saison nicht abhaken, weil wir in Seligenporten Unentschieden gespielt haben. Vielleicht spielen wir ja mal eine Serie und vielleicht bekommen die Löwen am Ende keine Lizenz – dann müssen wir da sein

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Nach drei Siegen in drei Spielen hat der TSV 1860 nach der Englischen Woche bereits zwölf Punkte Vorsprung auf den neuen Tabellen-Zweiten FC Ingolstadt II. Der bisherige Verfolger 1. FC Schweinfurt 05 gibt Platz zwei als neues Saisonziel aus - außer, die Löwen erleben ein bitteres Déjà Vu.

 

München - Unentschieden in Seligenporten. Eine Erfahrung, die selbst der TSV 1860 kennt. Der Spitzenreiter der Regionalliga kam beim damaligen Schlusslicht nicht über ein 0:0 hinaus. Weil die Sechzger mit Ausnahme der Pleite beim TSV Buchbach (0:1) ihre Hausaufgaben allerdings erfüllten, haben die Giesinger mittlerweile satte zwölf Zähler Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten FC Ingolstadt II.

Der 1. FC Schweinfurt, zuvor Sechzigs ärgster Verfolger, hat ebenfalls nur Remis gespielt in Seligenporten (1:1) - und will nun allen zeigen, dass zumindest der eben verlorengegangene Platz hinter der Elf von Daniel Bierofka dem 1.FCS gehört: "Wir wollen wenigstens Zweiter werden, damit jeder sieht, dass wir ohne die Sechziger Erster wären", sagte Kapitän Marco Janz in der Mainpost.

Schweinfurt-Trainer Klaus: "Die Löwen spielen in einer anderen Liga"

Trainer Gerd Klaus wird mit folgenden Worten zitiert: "Dass die Löwen in einer anderen Liga spielen, hat jetzt auch der Letzte gemerkt." Der Coach äußert eine "Hoffnung", die bei den Sechzgern einem Horro-Szenario gleich käme: "Wir dürfen die Saison nicht abhaken, weil wir in Seligenporten Unentschieden gespielt haben. Vielleicht spielen wir ja mal eine Serie und vielleicht bekommen die Löwen am Ende keine Lizenz – dann müssen wir da sein."

Wäre nicht die feine englische Art vom Schweinfurt-Coach, den Sechzgern dies zu wünschen. Die Aussage von Klaus klingt jedoch eher wie ein Klammern an den letzten Strohhalm, als dem Konkurrenten finanzielle Probleme oder gar eine Insolvenz zu wünschen.

An der Grünwalder Straße erinnert man sich indes noch mit Grauen an den "schwarzen Freitag" - jenen Tag, als klar wurde, dass man die Lizenz für die Dritte Liga nicht stemmen könne. Noch einmal will ein solches Szenario bestimmt keiner erleben.

 

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