Schumanns "Tagesbar" Das süße Leben in der Spaßhauptstadt

Charles Schumann feiert seine „Tagesbar“ – natürlich auch mitten auf der Straße. Die besten Bilder der Jubiläums-Fete. Foto: Petra Schramek

Charles Schumann feiert Zehnjähriges in der „Tagesbar” – dafür bremst sogar die Tram

 

München - Es ist eine unvergleichlich münchnerische Szene: Menschen mit Cocktailgläsern stehen auf dem Gehweg in der Maffeistraße. Sie sind schick angezogen, lachen, viele stehen auf den Straßenbahngleisen. Und schon naht die Tram, energisch klingelnd, doch die Gesellschaft weicht nur unwillig. Als sie dann langsam vorbeizuckelt, schauen Fahrer und Bahninsassen ungläubig-amüsiert, als würde dort ein Film über das süße Leben in der bayerischen Spaßhauptstadt gedreht.

Man muss nicht lange überlegen, welcher Gastronom es schafft, eine solche Atmosphäre zu zaubern. Klar, das ist Charles Schumann, dessen „Tagesbar” zehnjähriges Bestehen feiert. Die Gäste sind nicht ganz so lässig und nicht ganz so prominent wie die im klassischen Schumanns am Odeonsplatz, der Kathedrale der Coolness. Der typische Tagesbar-Besucher ist im besten Alter, trägt Jeans, Jackett und eisgrauen Dreitagebart. Die Damen tragen Einkaufstüten von Theresa und Lodenfrey.

Man steht also fröhlich herum, nippt am bunten Schüttelgetränk und beobachtet den Chef, wie er top gelaunt herumspringt, hier einer PR-Lady Komplimente macht, dort mit einem jungen Dichter parliert und zwischendurch Fleischpflanzl mit Kartoffelsalat serviert.

Ein Münchner Sommerabend ist das, wie vom Regisseur einer Münchner Vorabendserie inszeniert. Man hätte nur eine TV-Kamera mitlaufen lassen müssen.

 

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