Schüler und Lehrer erkrankt Sieben Tuberkulose-Fälle an Münchner Schule

, aktualisiert am 15.04.2018 - 15:54 Uhr

In München sind an einer Schule sieben Menschen an Tuberkulose erkrankt. Einem Bericht der Welt zufolge handelt es sich um die Schlau-Schule, an der Flüchtlinge unterrichtet werden.

 

München - Die Schlau-Schule für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hat seit vielen Jahren Vorbildcharakter.

Als sich deutschlandweit kaum jemand – von der bayerischen Staatsregierung ganz zu schweigen – Gedanken über die Integration jener jungen Flüchtlinge machte, die ohne Eltern nach Deutschland kamen, kümmerte sich die kleine Schule im Bahnhofsviertel unterstützt von der Stadt München darum, diese jungen Leute zu einem Schulabschluss zu bringen. Und das sehr oft erfolgreich.

Nun kommt die Schule mit einem Problem in die Schlagzeilen. Dort sind mehrere Tuberkulose-Fälle aufgetreten. Auch eine Lehrerin, die bei der Stadt angestellt ist, sei betroffen, bestätigte Schulreferentin Beatrix Zurek (SPD) am Sonntag der AZ. Die Welt berichtet von sechs erkrankten Schülern, vier davon gelten als "ansteckungsfähig". Für hunderte Personen stehen noch Untersuchungen aus, laut der Behörden besteht keine Gefahr für Anwohner.

Zurek betonte gestern, man habe sich intensiv mit dem städtischen Gesundheitsreferat abgestimmt und alle Schritte unternommen, die von dort empfohlen worden seien. Auch die Lehrer habe man "sofort" über die Situation informiert. Wie die reagiert hätten? "Natürlich gibt es in einer solchen Situation immer ein gewisses Maß an Besorgnis", sagte Zurek.

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