Scholls Rückkehr Mehmet Scholl: Seine Karriere bei den Bayern

Der FC Bayern freut sich über die Rückkehr von Mehemt Scholl. Die AZ zeigt die besten Bilder seiner beeindruckenden Karriere beim deutschen Rekordmeister - zum Durchklicken! Foto: Ges/dpa/ AP

Scholls Rückkehr leitet eine kleine Revolution ein – Hoeneß: „Werden relativ viel Geld in die Hand nehmen“. Der Ex-Nationalspieler soll Bayern II aus der Krise führen.

 

München - Mehmet Scholls Rückkehr zu Bayern München soll Teil einer kleinen Revolution werden. Beim Rekord-Meister stehen die Zeichen auf Wechsel – zumindest mit Blick auf den Nachwuchsbereich. Dass der Ex-Nationalspieler in der nächsten Saison Bayern II trainieren wird, ist nur eine von vielen Veränderungen im Jugendbereich. Doch für Präsident Uli Hoeneß eine der wichtigsten: „Ich glaube, dass er dem Verein sehr gut tun wird.“

Seinen Job als Co-Moderator und Fußball-Experte der ARD behält Scholl allerdings. „Das sind laufende Verträge“, sagte er am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Für Jupp Heynckes ist die Entscheidung für Scholl nur logisch: „Er war ein exzellenter Spieler, hat viel Erfahrung und kann sie sehr gut an junge Menschen weitergeben“, betonte der 66-Jährige. Hoeneß hatte bereits am Sonntag bei seinem Besuch eines Bayern-Fanklubs im Oberallgäu angekündigt, dass Scholl die zweite Mannschaft ab dem 1. Juli übernehmen wird. „Ich verspreche, dass einiges passiert. Wir werden relativ viel Geld in die Hand nehmen, um etwas zu verändern.“

Der 59-Jährige sprach von einem „total neuen Konzept“, dass der FC Bayern verfolgen wolle. Denn: „Dass unsere zweite Mannschaft absteigt und dann in der vierten Liga praktisch keine Rolle spielt, ist ein Zustand, der so nicht bleiben kann.“

 Derzeit steht das Team von Trainer Andries Jonker abgeschlagen auf Platz 12 der Regionalliga Süd. Welche Funktion der ehemalige Co-Trainer von Louis van Gaal in der nächsten Saison übernehmen wird, ließ Hoeneß offen. Sein Nachfolger Scholl war bereits von April 2009 bis zum Saisonende 2009/2010 Coach der „kleinen“ Bayern. Er hatte den Verein aber zum Saisonende nach 18 Jahren und 334 Bundesliga-Partien als Spieler sowie 43 Partien als Trainer verlassen.

Seine Lust auf den Posten kam schnell wieder. Nachdem er in seinem ersten Anlauf als Trainer 17 Siege, 12 Remis und 14 Niederlagen verbuchte, will er seine Bilanz in der nächsten Spielzeit verbessern. „Ich freue mich sehr auf die nächsten Aufgaben“, sagte Scholl. Zur Seite stehen wird ihm dabei Jörg Butt als neuer Jugendleiter. „Und auch Michael Tarnat wird eine Rolle spielen“, erklärte Hoeneß.

Nachdem der deutsche Fußball-Rekordmeister Anfang Dezember angekündigt hatte, die Nachwuchsarbeit in Bayern intensivieren und die Talentsuche im Ausland drosseln zu wollen, soll der 41-jährige Scholl die Förderung deutscher Jungstars vorantreiben und den Erfolg zurückbringen. Denn für Hoeneß ist klar: „Der Zustand der Mannschaft wird so nicht bleiben.“

 

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