Schmierereien in der Sieboldstraße München-Haidhausen: Neonazis attackieren erneut Kloster

Die besagte Mauer der kirchlichen Einrichtung war bereits im Dezember 2019 mit Nazi-Symbolen und Parolen beschmiert worden. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie schon im Dezember 2019 ist die Mauer einer Klostereinrichtung in Haidhausen mit rechtsextremen Schriften und Symbolen beschmiert worden.

 

Haidhausen - Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass das Kloster der Salesianer Don Bosco in der Sieboldstraße Ziel rechter Extremisten und Rassisten wurde.

Die Täter beschmierten die Fassade des Klosters mit einem Hakenkreuz. Zudem schrieben sie "Combat 18". Das steht für "Kampfgruppe Adolf Hitler" - abgeleitet vom ersten und achten Buchstaben des Alphabets. Die Anhänger der Gruppe bereiten sich auf einen "Rassenkrieg" vor und verherrlichen den Nationalsozialismus. Das Bundesinnenministerium hatte "Combat 18" Ende Januar verboten.

Zudem schrieben der oder die Täter "Sturmtrupp", ein weiterer Kampfbegriff aus der rechten Szene. Ein Hakenkreuz verunzierte ebenfalls die Fassade des Gästehauses in der Sieboldstraße. Im Kloster werden unter anderem auch geflüchtete Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach München kamen, betreut.

Rechte Schmierereien in der Sieboldstraße: Bereits die zweite Tat

Die rechten Schmierereien wurden in der Zeit von Dienstag 13 Uhr bis Donnerstag kurz vor 13 Uhr an die Hausfassade angebracht. Der Staatsschutz beim Polizeipräsidium München ermittelt. Zuständig ist das Kommissariat K44 für Straftaten aus der rechten Szene. Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben, können sich im Präsidium melden, Telefon: 29100.

Unbekannte hatten bereits Mitte Dezember 2019 rechte Parolen, Hakenkreuze und SS-Runen an das Kloster der Salesianer Don Bosco geschmiert. Der Tatort ist unweit des israelischen Lokals Nana, bei dem im November 2019 Fenster eingeschlagen wurden.

 

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