Schluss mit "Rumgeeiere" Rummenigge plädiert für Abschaffung von "50+1"

Karl-Heinz Rummenigge beklagt den "Populismus", mit dem das Thema "50+1"behandelt werde. Foto: imago/Revierfoto

Nicht zuletzt angesichts der Schwäche der deutschen Mannschaften in den Europapokal-Wettbewerben fordert Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ein Umdenken: "Wir müssen ein bisschen aufpassen."

München - Um die sportliche Qualität in der Bundesliga zu verbessern, plädiert Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, für eine Abschaffung der "50+1"-Regel.

 "Deutschland würde davon profitieren, wenn man den Markt öffnet", sagte Rummenigge vor dem Rückflug aus Miami nach München, wo der FC Bayern am Montag landete, in einem Gespräch unter anderem mit dem "Kicker". Rummenigge beklagte den "Populismus", mit dem das Thema behandelt werde.

Rummenigge: "Keiner will den schwarzen Peter haben"

Bei "fast allen Bundesliga-Klubs" und "insbesondere in den Verbänden" hätte die Diskussion ein "fast absurdes Niveau" erreicht. Bei aller Kritik müsse allerdings ein Interesse daran bestehen, "den Fußball zu entwickeln. Auch in Deutschland, weil diese Dinge in Spanien, England, Italien und Frankreich anders gesehen und gehandhabt werden".

In der Bundesliga herrsche ohnehin schon kein ausgeglichener Wettbewerb mehr, sagte Rummenigge. Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg, TSG 1899 Hoffenheim und RB Leipzig spielten "nicht mehr unter den gleichen Bedingungen wie die anderen 14", es gebe daher ein "Rumgeeiere um das Thema: Keiner will am Ende des Tages den schwarzen Peter in der Hand halten, dass sie den Markt freigegeben haben".

Nicht zuletzt angesichts der Schwäche der deutschen Mannschaften in den Europapokal-Wettbewerben fordert Rummenigge ein Umdenken. "Wir müssen ein bisschen aufpassen, das Abrutschen wird im US-Markt oder in Asien zur Kenntnis genommen. Wir müssen als Bundesliga ein Interesse daran haben, anzugreifen. Das kann nicht nur Bayern München alleine leisten, das muss die Bundesliga als Ganzes leisten."

Rummenigge: In Russland "ein schwarze Stunde erlebt" 

Auch das vorzeitige Scheitern der Nationalmannschaft bei der WM sei für den Ruf der Bundesliga nicht hilfreich gewesen. "Wir haben in Russland eine schwarze Stunde erlebt. Deshalb muss die Bundesliga jetzt Flagge zeigen und in der Champions League und Europa League eine gute Saison abliefern", sagte Rummenigge.

Eine Öffnung des Marktes in Deutschland, ergänzte Rummenigge, würde eine dringend benötigte Konkurrenz schüren: "Ich bin über jeden Klub, der uns unter Druck setzt und da oben mitspielt, glücklich. Ich bin zum Beispiel davon überzeugt, dass Borussia Dortmund eine wesentlich bessere Rolle spielen wird. Wir sind interessiert an einer emotionalen Bundesligaspitze."

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