Schlechtes Wahlergebnis BA Sendling: Grüne retten SPD-Mann Markus Lutz

Markus Lutz von der SPD. Foto: Susie Knoll

Markus Lutz von der SPD bleibt BA-Chef in Sendling, weil die neuerdings stärkste Kraft ihn stützt.

 

Sendling - Er gilt als extrem verantwortungsbewusst und als fair: Der junge Vollblutpolitiker Markus Lutz (SPD). Seine SPD stürzte bei der Kommunalwahl in Sendling um 14,3 Punkte auf 26,5 Prozent ab. So hatte Lutz, der BA-Chef und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsbibliothek ist, nicht damit gerechnet, das Stadtviertel-Gremium in Zukunft wieder zu leiten. "Ich war zuerst tief betrübt", sagt Lutz.

Doch die Grünen (mit 44,9 Prozent stärkste Partei in der früheren Arbeiterhochburg) unterstützen den erfahrenen 39-jährigen Sozialdemokraten. Begründung: "Wegen großer inhaltlicher politischer Schnittmengen", erklärt Lutz. Als guter Moderator und als jemand, der Themen transparent rüberbringt, ist er jetzt erneut zum Vorsitzenden des Bezirksausschusses 6 gewählt worden. Markus Lutz atmet auf und ist sehr glücklich: "Meine harte Arbeit fürs Viertel wird gewürdigt: progressive sozial-ökologische Politik", sagt der Vater von zwei vier und sechs Jahre alten Töchtern.

Fläche der alten Großmarkthalle hat Priorität für Lutz

Priorität hat für ihn im Viertel die Entwicklung der frei werdenden Fläche der alten Großmarkthalle: "Wir wollen dort bezahlbaren Wohnraum. Das wird die große Herausforderung der nächsten sechs Jahre."

Seit Kindertagen in Sendling daheim und seit sechs Jahren im Amt, fühlt sich Markus Lutz direkt als Bürgermeister seines Viertels: "Ich bin sicherlich ein Aushängeschild von Sendling. Als Bürgermeister einer 40.000-Einwohner-Stadt hätte ich allerdings drei Mitarbeiter und einen Dienstwagen", sagt er lachend. Hat er in Sendling nicht. Aber dafür wichtige Ziele, nicht nur fürs Viertel. Zum Beispiel: Er will dafür kämpfen, dass die Bezirksausschüsse in Zukunft mehr Gewicht erhalten.

 

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