Scharold unterschreibt Sponsoring TSV 1860: Nach Ismaik-Attacke - Oberlöwe Reisinger zieht 50+1!

, aktualisiert am 18.06.2019 - 12:59 Uhr
Nicht die besten Freunde: Investor Hasan Ismaik (l.) und Löwen-Präsident Robert Reisinger. Foto: Rauchensteiner/Augenklick/dpa/AZ

Entscheidung beim TSV 1860: Geschäftsführer Michael Scharold unterschreibt die Sponsoring-Verträge mit Partner "die Bayerische". Trotz der Attacke von Investor Hasan Ismaik. Nach AZ-Informationen zieht Oberlöwe Robert Reisinger 50+1.

 

München - Spektakuläre Wende beim TSV 1860!

Wie die AZ erfahren hat, wird Löwen-Boss Michael Scharold noch an diesem Dienstag die Sponsoring-Verträge mit Partner "die Bayerische" unterschreiben. Das Geld, insgesamt 800.000 Euro, soll unmittelbar fließen. Unter anderem soll dadurch die Verpflichtung von Regionalliga-Torjäger Sascha Marinkovic ermöglicht werden – der frühere Burghausener trainierte am Dienstagvormittag bereits mit den Sechzgern in Giesing.

TSV 1860: Neuer Ärger mit Ismaik wahrscheinlich

Durch Scharolds Entschluss ist neuer Ärger mit Hasan Ismaik sehr wahrscheinlich. Der Investor hatte den Geschäftsführer öffentlich angezählt und Scharold nach AZ-Informationen per E-Mail mit einer Klage gedroht, sollte der Löwen-Boss den Deal mit dem Versicherer umsetzen. Die Ismaik-Seite um Statthalter Athanasios "Saki" Stimoniaris verweigert ihre Zustimmung.

Wie die AZ weiter erfuhr, zieht Oberlöwe Robert Reisinger deswegen 50+1 – und macht damit den Weg frei für den sehnlichst erwarteten Geldfluss an der Grünwalder Straße 114. Der e.V. hatte am Montag mit "Befremden" auf die öffentlichen Attacken des Mehrheitseigners reagiert und Scharold demonstrativ in Schutz genommen.

Bruch zwischen Reisinger und Ismaik offensichtlich

Der Verein verurteilt "die öffentlichen Angriffe Hasan Ismaiks auf den Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Michael Scharold", hieß es in einer Pressemitteilung.

Wie reagiert die Investorenseite nun auf den Sponsoring-Entschluss? Der Bruch zwischen den beiden Gesellschaftern ist nach dem Reisinger-Schritt zumindest offensichtlich – und das nicht mal zwei Wochen vor der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung (30. Juni) im Zenith.

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