Schalke-Trainer außer sich Handelfmeter gegen FC Bayern versagt? So stützt Lea Wagner ihren Vater

Die Mauer des FC Bayern mit Corentin Tolisso, Niklas Süle, Robert Lewandowski und Ivan Perisic (von links) beim Freistoß des Schalkers David Caligiuri. Perisic bekommt den Ball an die Hand. Foto: firo/Augenklick

Der FC Schalke 04 fühlt sich beim 0:3 gegen den FC Bayern um zwei Handelfmeter betrogen: Trainer David Wagner ist außer sich und bekommt Rückendeckung unterschiedlichster Prägung.

 

München - Allen Präzisierungen zum Trotz sorgt die Handregel in der Bundesliga weiter für heftige Diskussionen - diesmal auf Schalke. Nach zwei umstrittenen Entscheidungen beim Topspiel gegen den FC Bayern (0:3) war Schalke-Coach David Wagner fassungslos.

"Ich bin auf die Erklärung gespannt, weil ich es gerne verstehen würde", sagte der 47-Jährige nach seiner missglückten Heimpremiere angesichts der beiden strittigen Handspiele im Strafraum der Münchner. Erst war Benjamin Pavard der Ball an den ausgestreckten Arm gesprungen (56.), dann wehrte Ivan Perisic einen Freistoß von Daniel Caligiuri mit der Hand ab (63.).
 

Handspiel auf Schalke? Schiri Fritz lässt weiterspielen

Schiedsrichter Marco Fritz ließ in beiden Fällen weiterspielen - und schaute sich die beiden Szenen nicht auf dem Monitor an. Nach eigenen Angaben hatte er Kontakt zum Videoassistenten. "Ich würde wahrscheinlich anders entscheiden", sagte Fritz im ZDF, "kann aber nachvollziehen, dass ich nicht rausgeschickt worden bin, weil es keine hundertprozentig falsche Entscheidung von mir war."

Wagner meinte einigermaßen ratlos: "Ich dachte eigentlich, ich verstehe die Handspielregel." Zumindest im zweiten Fall hätte der Schiedsrichter auch nach der zur neuen Saison modifizierten Handregel auf Elfmeter entscheiden müssen, weil Perisic seine Körperfläche vergrößerte. "Wir hatten eine Schulung vor der Saison, deswegen verstehe ich das nicht", sagte Wagner.

Schalke: Lea Wagner springt ihrem Vater zur Seite

Via Instagram bekam Wagner Unterstützung von seiner Tochter Lea. Die 25-Jährige - sie arbeitet als Sportjournalistin für den SWR - schrieb in ihrer Story: "Wenn der Video-Schiri laut Tim Walter gestern Pausenbrot essen war, war er heute zum 5-Gang-Menü verabredet." Anschließend postete sie noch ein Bild auf dem der VAR-Keller in Köln zu sehen ist - geschmückt mit FC-Bayern-Fanartikeln.

Am Freitag hatte sich Stuttgarts Trainer Walter beim 0:0 in Aue über die Schiri-Entscheidungen beklagt. Über den Unparteiischen sagte er:  "Wir hätten zwei Elfmeter kriegen müssen. Ich dachte, meine Frau pfeift heute. Die pfeift auch immer für die mit den schönsten Trikots." Und auch der Videoschiedsrichter bekam sein Fett weg. "Was die im Videokeller machen, weiß auch keiner. Vielleicht war er gerade wieder Pausenbrot essen." Diesen Vergleich nahm Lena Wagner dann per Instagram auf.

Auf das Statement seiner Tochter angesprochen, sagte David Wagner bei "Sky" lächelnd: "Ich würde meiner Tochter nie widersprechen..."

Kinhöfer: "Hier hat Schalke Pech"

Auch Schalke-Stürmer Guido Burgstaller beklagte sich: "Wir hätten zwei Handelfmeter bekommen müssen. Der Schiedsrichter hat gesagt, er hat mit dem Videoschiedsrichter kommuniziert und da sei überhaupt nichts gewesen. Und wenn wir nochmal zu ihm laufen, bekommen wir Gelb."

Beim ehemaligen Fifa-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer blieb ein "ein ungutes Gefühl" zurück. "Hier hatte Schalke Pech", schrieb Kinhöfer in seiner Kolumne in der "Bild am Sonntag". Er fügte hinzu: "Es hätte auch durchaus Argumente für ein strafbares Handspiel gegeben. Was mich stört: Es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Angreifer- und Verteidiger-Handspiel - und das bringt wieder Diskussionen ohne Ende."

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