Saunameister, Busfahrer & Co. Hitze in München: Die heißesten Jobs!

Bei der aktuellen Hitzewelle sind einige Berufe wirklich kein Zuckerschlecken. Feuerwehrmänner (r.) und Gläsbläser (l.) zum Beispiel haben es nicht leicht. Foto: dpa/AZ

München schwitzt. Doch manche Berufsgruppen müssen im Job besonders viel Hitze ertragen: Saunameister, Reptilienpfleger, Feuerwehrleute und viele mehr haben es bei solchen Temperaturen nicht leicht.

 

München - Die Temperaturen haben Anfang dieser Woche die 30 Grad-Marke geknackt und die Werte steigen noch weiter. Gut möglich, dass diesen Sommer sogar der bestehnde Hitze-Rekord in München von 37,1 Grad gebrochen wird. Manchen Menschen dürften diese Werte jedoch noch kühl vorkommen - denn dort, wo sie arbeiten, ist es noch viel heißer. Ein Überblick:

Saunameister/Bademeister

Wem knapp 40 Grad Celsius nicht warm genug sind, der kann in der Sauna bei bis zu 90 Grad richtig schwitzen. Die Saunameister in einer der zahlreichen Münchner Sauna-Landschaften (zum Beispiel im Müller'schen Volksbad oder im Nordbad) sind die Hitze aber gewohnt. Die Mitarbeiter kühlen sich zwischen den Aufgüssen mit kalten Duschen ab. Auch den Gästen wird geraten, viel zu trinken und auf Signale des Körpers zu achten.

Einem Bademeister geht es da schon etwas besser: Geschützt von einem Sonnenschirm sitzt er auf seinem Hochstuhl und überblickt die Lage im Schwimmbad. Kommt es dann zum Einsatz springt der Bademeister ins kühle Nass.

Reptilien-Pfleger

Wer schon mal im großen Reptilienhaus im Tierpark Hellabrunn war, kämpft innerhalb kürzester Zeit mit dem tropischen Klima. Temperaturen von bis zu 50 Grad und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit machen nicht nur den Zoo-Besuchern zu schaffen, sondern vor allem auch den Tierpflegern. Sie klettern durch die Terrarien, füttern die Schildkröten und Echsen und putzen in Wathose und Gummistiefeln die heißen Steine. Weil das Wasser rasch verdunstet, ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Abhilfe verschafft den Pflegern eine kühle Dusche aus dem Gartenschlauch.

Imbiss-Mitarbeiter

Auch in München gibt es einige Imbiss-Stände, an denen sich Hungrige mit einer Currywurst oder einem Hotdog stärken können. Die Arbeit hinter Rost und Fritteuse ist für die Mitarbeiter bei den aktuellen Temperaturen kein Zuckerschlecken. Für eine Abkühlung sorgt meist nur ein kräftiger Durchzug in dem kleinen Imbisswagen.

Feuerwehrleute

Schwere Schutzanzüge, feste Stiefel, Handschuhe und Helm: Feuerwehrleute brauchen für viele ihrer Einsätze eine spezielle Schutzausrüstung - auch bei Sommersonne und Hitze. Die Männer und Frauen bei der Feuerwehr müssen ganz andere Temperaturen ertragen. 800 bis 1000 Grad sind bei Bränden keine Seltenheit. Wenn Einsätze mal länger dauern und besonders schweißtreibend sind, bringt ein Kleinbus Getränke vorbei.

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Glasbläser

Auch bei den Glasbläsern geht es sehr heiß her. Sie hantieren mit Flammen, die bis 1700 Grad Celsius heiß werden, und tragen dabei eine spezielle Brille und Baumwoll-Kittel. An heißen Sommertagen kommen die Glasbläser richtig ins Schwitzen. Regelmäßige Pausen sind wichtig - und ausreichend Flüssigkeit. Bei heißem Wetter immer auf der Werkbank: Eine Kanne mit ungezuckertem Tee.

Busfahrer

Auch die Busfahrer haben es bei Hitze nicht leicht. Zwar besitzen die meisten Fahrzeuge mittlerweile eine Klimaanlage, in einigen Bussen gibt es jedoch auch keine Kühlung. Neben vielen Getränken ist auch ein kleiner Lappen nützlich, der regelmäßig mit Wasser getränkt wird und so kühlt.

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Müllwerker

Für die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) beginnt die Arbeit morgens um sechs Uhr - da ist es zum Glück noch nicht so heiß. Zudem können die Müllwerker kurzärmlich arbeiten, meist tragen sie auch Hosen mit abtrennbaren Hosenbeinen. Die Mitarbeiter bekommen während der Arbeit kostlos Getränke und Mückenschutz.

Verkehrspolizisten

Es kommt immer mal wieder vor, dass eine Ampel auf einer wichtigen Kreuzung ausfällt - wenn dann nicht ausreichend Verkehrsschilder vorhanden sind, kommt der Verkehrspolizist zum Einsatz, der den chaotischen Verkehr auf den Straßen regelt. Bei heißen Temperaturen prallt das Sonnenlicht auf Asphalt und Autos - alles andere als ein dankbarer Job bei Hitze.

 

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