Rund 200 Beamte unterwegs Corona-Einsätze der Münchner Polizei: Über 200 Verstöße in 24 Stunden

Im Zuge der neu auferlegten Ausgangsbeschränkungen befragt die Polizei am Samstag die Insassen von Fahrzeugen nach dem Grund und der Notwendigkeit ihrer Fahrt. Foto: Matthias Balk/dpa

Das Coronavirus und die Folgen: Die Münchner Polizei berichtet in einem Update über ihre aktuellen Einsätze in der Stadt und im Landkreis. Noch immer bilden sich Gruppen.

 

München - Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind zwischen Freitag (20. März, 6 Uhr) und Samstag (21. März, 6 Uhr) etwa 200 Polizeibeamte in der Stadt und im Landkreis München unterwegs gewesen, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügung zu überprüfen.

Zudem wählten viele Menschen den Polizeinotruf 110, um Verstöße zu melden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, konzentrierten sich die Einsätze auf die Überprüfung von gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie Veranstaltungen im Sinne der Allgemeinverfügung.

Corona-Krise: 25 Anzeigen wegen Verstößen in 24 Stunden

Bei den über 2.400 Überprüfungen stellten die Beamten über 200 Verstöße fest, zehn davon betrafen die neue ab 0 Uhr geltende Ausgangsbeschränkung. In vielen Fällen hatten die angetroffenen Personen Verständnis für die aktuelle Problematik und befolgten die Anweisungen der Polizei. In 25 Fällen mussten Menschen wegen Verstößen angezeigt werden.

In über 15 Fällen mussten Gruppenbildungen im Bereich des Flauchers angezeigt werden. So befanden sich zum Beispiel sieben Personen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren - allesamt mit Wohnsitz in München - am Freitag gegen 18.30 Uhr am dortigen Isarufer: Sie hielten den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht ein, tranken alkoholische Getränke und hatten ein Lagerfeuer angezündet. Sie erhielten einen Platzverweis und wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Oberschleißheim: 49-Jähriger setzt sich gegen Polizei zur Wehr

Am Freitag gegen 16.45 Uhr erteilten Beamte der Polizeiinspektion Oberschleißheim fünf Personen einen Platzverweis, weil sie auf einer Freischankfläche einer Gastwirtschaft in Garching alkoholische Getränke konsumierten. Ein 49-Jähriger aus dem Landkreis München weigerte sich beharrlich, zu gehen, so dass die Maßnahme "mit unmittelbarem Zwang durchgesetzt werden" musste.

Der Mann wehrte sich körperlich gegen die Beamten und wurde wegen eines Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowei wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

 

8 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading