RTL ändert sein Programm Fall Maddie: Anwalt des Verdächtigen äußert sich zu den Vorwürfen

, aktualisiert am 12.06.2020 - 10:54 Uhr
Kate und Gerry McCann zeigten 2007 während einer Pressekonferenz ein Bild ihrer verschwundenen Tochter Madeleine (Maddie). Foto: dpa/Soeren Stache

RTL kündigt an, dass am Mittwochabend das Programm geändert werde. Statt der Ranking-Show "Die 25..." mit Moderatorin Sonja Zietlow zeigt der Privatsender ein RTL-Spezial mit dem Titel "Die Wahrheit im Fall Maddie – Insider packen aus". Jetzt spricht auch der Anwalt des Verdächtigen.

 

Seit 13 Jahren ist das britische Mädchen Madeleine McCann verschwunden. Offenbar wurde das Kind im Portugal-Urlaub entführt. Seitdem beschäftigt der Fall die Polizei und die internationalen Medien. Seit Tagen sorgt das Schicksal der Familie McCann wieder für weltweites Aufsehen. Ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter aus Deutschland wird verdächtigt.

RTL-Sondersendung zur verschwundenen Madeleine McCann 

RTL wird deshalb am Mittwoch ab 20.15 Uhr eine zweistündige Spezial-Sendung ausstrahlen. Mit "Die Wahrheit im Fall Maddie – Insider packen aus" verspricht der Sender "eine ganz neue Sichtweise bei der Spurensuche im Fall von Maddie McCann".

Menschen, die mit Fall betraut sind, werden "bisher nicht veröffentlichtes Insider-Wissen" preisgeben, so RTL: unter anderem die Sprecherin der Familie, ein Sky-News-Korrespondent und der bekannte Profiler Axel Petermann.

Verdächtiger im Fall Madeleine McCann: Anwalt von Christian B. äußert sich

Vorab hat jetzt der Anwalt des Verdächtigen gesprochen. "Christian B. macht momentan keine Angaben zur Sache und wir bitten um Verständnis, dass wir als Verteidiger auch keine Angaben machen", sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher, der B. gemeinsam mit dem Hamburger Rechtsanwalt Johann Schwenn vertritt, nach einem Besuch in der Justizvollzugsanstalt Kiel zu RTL/n-tv, wo er seinen Mandanten besuchte. Auf die Frage, wie es seinem Mandanten gehe, antwortete Fülscher: "Wie soll es einem Menschen gehen, der in einer Justizvollzugsanstalt isoliert ist und dem die halbe Weltbevölkerung schlimmste Verbrechen vorwirft?" Der Jurist kündigte an, "zivil- oder strafrechtlich" gegen Falschverdächtigungen seines Mandanten vorgehen zu wollen.


Anmerkung der Redaktion: "Maddie" wurde das Mädchen nie genannt, so Journalistin Cornelia Fuchs, die 2011 die Eltern interviewt hatte, sondern stets "Madeleine". International bekannt ist der Fall dagegen unter "Maddie".

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