Routinier des TSV 1860 Jan Mauersberger: Wie er um seinen Rang kämpfen muss

, aktualisiert am 04.09.2018 - 18:38 Uhr
Hat seinen Stammplatz bei den Löwen verloren: Jan Mauersberger. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Beim TSV 1860 hat Jan Mauersberger den Spitznamen Bachelor. Doch bei den Löwen ist der Routinier derzeit nur Back-up – und bleibt damit ohne Rose. Vor allem gegen einen Kollegen muss er sich durchsetzen.

München - Spitznamen und der Fußball: Das gehört zusammen wie das Grünwalder Stadion und Giesing. Und so necken sich auch die Profis des TSV 1860 munter.

Den prominentesten Beinamen trägt bei den Löwen wohl Jan Mauersberger, von seinen Kollegen liebevoll "Bachelor" genannt – weil Mauersberger angeblich so aussieht wie der TV-Promi Leonard Freier, der in der gleichnamigen Fernsehshow einst Rosen an eine Schar Frauen verteilte. Oder, wenn er sich gegen eine seiner Liebhaberinnen entschied, eben nicht.

Vom Stammspieler zum Reservisten

Zur Zeit bleibt auch Mauersberger vor Spielen ohne Rose. Bildlich. Denn: Der 33-jährige Routinier ist in der Dritten Liga nur Reservist, hat seinen Stammplatz an seinen zwölf Jahre jüngeren Kollegen und Neuzugang Simon Lorenz verloren.

So kämpft der Aufstiegsheld derzeit gehörig um seinen Platz bei den Löwen, wie auch Christian Köppel oder Markus Ziereis. Dabei war der einstige Karlsruher noch in der Vorsaison neben Stürmer Sascha Mölders und Ex-Löwe Timo Gebhart einer "der drei Eckpfeiler", wie sie Coach Daniel Bierofka gerne nannte. "Doch ich kann auf frühere Verdienste keine Rücksicht nehmen", meinte Bierofka jüngst vielsagend.

Neuzugang Lorenz überzeugt

Bitter für Mauersberger: Die Standards sind auch in der Dritten Liga die Stärke der Sechzger, dennoch ist der 1,94-Meter-Hüne nicht mehr erste Wahl. Doch der frühere Zweitligaprofi hat gegenüber Lorenz eindeutige Schwächen.

So gilt der Youngster als deutlich (handlungs-)schneller als sein Vorgänger. Und Lorenz hat einen starken linken Fuß. Er wird für Bierofka damit extrem wichtig, wenn es um die Spieleröffnung über die Achse Quirin Moll und Adriano Grimaldi über halblinks geht. Er besticht dabei mit seiner Ballsicherheit und Präzision.

Mauersberger hat zu kämpfen

Mauersberger dagegen ist für den einen oder anderen Fehlpass bekannt. Und dafür, dass er gerne mal den langen Ball schlägt. Lorenz habe eine "gute Dynamik" und eine "gute Spieleröffnung", meinte der Routinier jüngst über seinen Kontrahenten in der Innenverteidigung.

Der eloquente Mauersberger, der neben der Profikarriere ein Studium in Sportmanagement absolviert, soll dem Vernehmen nach sportlich nicht unumstritten in der Mannschaft sein. "Wir sollten demütig in die Saison gehen", sagte er weitsichtig vor dieser Spielzeit und forderte von den Kollegen, "noch mehr zu Männern zu werden". Markant: Nur, wenn er eine bestimmte Anzahl an Spielen erreicht, verlängert sich sein Vertrag in Giesing über dieser Saison hinaus.

Wie er einst selbst in einer Facebook-Show des BR erzählte. Jetzt gilt es für ihn selbst, seinen Mann zu stehen.

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