Rettung der städtischen Krankenhäuser Klinik-Sanierung: Ärzte wollen mitreden

nach dem bisherigen Konzept der Berater würde das Schwabinger Krankenhaus weiter hohe Verluste machen, sagen die Ärzte. Foto: Martha Schlüter
 

Kritik am Konzept zur Klinik-Sanierung: Die Mitarbeiter fühlen sich ausgeschlossen

München - Bei der geplanten Sanierung der Münchner Kliniken fühlen sich die Mitarbeiter ausgeschlossen. Deshalb kritisiert jetzt die Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund den Aufsichtsrat um Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD): Die Ärzte wollen mitreden.

Das Konzept zur Rettung der Kliniken, das die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag der Stadt erarbeitet hat, sei den Mitarbeitern bis jetzt nie in vollem Umfang vorgestellt und erklärt worden. Sämtliche Vorschläge der Beschäftigten habe man abgelehnt, heißt es. Dabei sei gerade die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter wertvoll.

Auch inhaltlich kritisiert die Gewerkschaft das Konzept. So sei in dem Gutachten keine Analyse dazu zu finden, wie überhaupt der Bedarf an medizinischen Leistungen vor Ort ist. Abteilungen würden offenbar willkürlich zwischen Standorten verschoben. „Medizinische Zusammenhänge werden im Konzept an vielen Stellen nicht berücksichtigt“, heißt es in der Kritik. Speziell bei den Kliniken in Schwabing und Harlaching sei die Planung „illusorisch“. Die Standorte würden nach dem Konzept weiterhin „hohe Defizite“ erwirtschaften.

Bei den Krankenhäusern in Bogenhausen und Neuperlach sei die Lage unsicher: Hier sei weder geprüft worden, ob die Sanierungsmaßnahmen in der vorgegebenen Zeit machbar sind, noch, welche Risiken sich dabei auftun. Hier müsse schnell nachgebessert werden.

 

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