Restaurant im Glockenbachviertel Mai Garten: Authentisch chinesisch in der Buttermelcherstraße

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Auch optisch ein Genuss: Das Essen im Mai Garten. Foto: min

Im Mai Garten wird authentisch chinesisch gekocht. Wer Neues probiert, wird belohnt.

 

München - Die Schweineohren sind säuerlich und erinnern an Wurstsalat. "Ungewöhnliche Wahl", sagt Haoqing Wang. Denn die Deutschen bestellen beim Chinesen am liebsten knusprige Ente süß-sauer.

Das kann Wang natürlich auch. Kurz vor dem Servieren landet die Ente (13,90 Euro) kurz in der Fritteuse, kann im Mai Garten aber auch mit Currysoße, Erdnusssoße oder Sojasoße gegessen werden.

Mai Garten: Mehr als Ente süß-sauer

Dass im Mai Garten authentisch chinesisch gekocht wird, glaubt man sofort. Denn hier in der Buttermelcherstraße essen viele Chinesen – genauso wie im kleinen gleichnamigen Imbiss in der Ohlmüllerstraße.

Vierzig Minuten auf einen der kleinen Tische zu warten, ist dort ganz normal. Deshalb haben sich Wang und seine Frau Xiaomei Chen entschieden, ein zweites Lokal aufzumachen, mit 70 Plätzen drinnen und 30 auf dem Gehweg.

Wir bestellen nicht nur den Wurstsalat mit den etwas zähen Schweineohren, sondern auf Empfehlung des Chefs den Schweinebauch Spezial (14,90 Euro) und die gebratene Aubergine nach Sichuan-Art (11,90 Euro). Die Schärfe der Aubergine treibt der Begleitung Schweiß auf die Glatze. Ich schwitze nicht und genieße das leichte Brennen.

Küche mit süßer Seite

Der Schweinebauch Spezial ist ein Berg aus Schwein: gekocht, frittiert, gebraten und gedämpft. Das Gericht ist fettarm, weich und liegt auf fermentiertem Kohl. Vier Teigtäschchen werden mit dem Fleisch gefüllt, der viele Rest Fleisch freudig mit der dick-dunklen Soja-Reisessig-Soße und Reis gegessen.

Das Gericht kommt aus der Huai-Yang-Küche, eine der vier Hauptküchen in China, die in Shanghai beheimatet ist, wo Wang und seine Frau herkommen. Die Küche hat eine leicht süße Seite. Jenen, die ungern auf der Glatze schwitzen sei gesagt, dass sie fast nie scharf ist.

Wang und seine Frau sind keine gelernten Köche, wissen aber, wie sie authentisch chinesisch kochen. Deshalb findet sich auch Schweinemagen (6 Euro) oder gebratene Rapsblüte mit Knoblauch (10,90 Euro) auf der Karte. Wer keine Experimente mag, bekommt aber auch Frühlingsrollen (2 Euro) oder Gemüsecurry (9,90 Euro). Spätestens, wenn der chinesische Tischnachbar schmatzend ein interessant aussehendes Gericht verspeist, bekommt aber jeder Lust auf was Neues.


Buttermelcherstr. 5, Mo bis Fr 11.30-15 Uhr & 17.30-22.30 Uhr, sonntags 17.30-22.30 Uhr. 089 242 111 97

 

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