Rassistisches Netzwerk "Anti-Refugee-Club" Rechte Fanatiker feiern im Netz den Schützen vom OEZ

Brüder im Geiste: OEZ-Attentäter David S. (l) und Aztek-High-Attentäter William A. Foto: dpa, privat

David S. ist Teil eines virtuellen rassistischen Netzwerks. Fanatiker bewundern den Mörder.

München - David S., der im Juli 2016 neun Menschen im OEZ erschoss, hat im Netz viele Bewunderer. Der US-Amerikaner William A. verfasste einen Nachruf, in dem er den Todesschützen feiert.

Ein "guter Typ" sei David gewesen, schrieb A. drei Tage nach dem OEZ-Attentat, weil er ausschließlich Migranten getötet habe. Wenn die AfD und andere rechte Gruppen in Deutschland an die Macht kämen, werde man dem "Helden" ein Denkmal setzen, der ein "wahrer Arier" und "wahrer Deutscher" gewesen sei. David S. chattete im Internet mit Jugendlichen über Waffen und Massenmord.

William A. selbst griff im Dezember 2017 zur Waffe und erschoss zwei Jugendliche an einer Schule in New Mexiko. Hätten die US-Behörden den Tod der Teenager an der Aztec High School verhindern können, wenn sie A. nach der Münchner Bluttat unter Beobachtung gehabt und A.'s Nachruf auf David S. gelesen hätten?

Katharina Schulze, Abgeordnete der Grünen stellte dazu am Dienstag im Landtag eine Anfrage an die Staatsregierung. Sie will wissen, ob Hinweise auf die Absichten bzw. die Tat von William A., die in den Ermittlungen zum OEZ-Attentat sichergestellt wurden, an US-Sicherheitsbehörden weitergegeben wurden.

 

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