Radlfalle in der Isarvorstadt Fahrrad-Falle: Augen zu... und durch?

Die erste Hürde beginnt für Radler an der Kreuzung zur Auenstraße: Sie können durch diese Lücke hier auf der gesperrten Straße weiterfahren... Foto: ah

Drama zwischen Bauzäunen, Autos und Baggern: Radler werden an der Kapuzinerstraße ungewollt zum Rambo.

 

Isarvorstadt - Eine ganze Straße wird zur Radlfalle: Wer aktuell zwischen Isar und Lindwurmstraße die Kapuzinerstraße entlang fährt, lebt gefährlich.

Bauzäune blockieren an sämtlichen Kreuzungen die Durchfahrt, die Ausweichstellen für Radler sind nicht ordentlich markiert. Und nur, wer auf dem Radl Mut und Kreativität mitbringt, bahnt sich dort - mit viel Mühe - zwischen Fußwegen, ausgeschalteten Ampeln und Autostraßen einen irgendwie passablen Weg.

Sicherheit fühlt sich anders an. Schon hinter der Wittelsbacherbrücke beginnt der Horrortrip: An der Bushaltestelle beim Zoozies teilen sich Radler in Richtung Südfriedhof mit den Autos die Straße. Doch hinter der Kreuzung  zur Auenstraße ist die Fahrbahn gesperrt. Autofahrer werden auf eine Spur ganz links gelenkt, und die Radler?

Manche radeln zwischen den Bauzäunen die gesperrte Straße entlang, denn das ist offenbar geduldet. Andere quetschen sich mit dem Drahtesel auf die verengte Fahrbahn links, wo es neben den Autos verdammt eng wird. Und dann gibt es, auf Höhe der Araltankstelle, ja noch den Fußweg - auch eine Möglichkeit, für Radler, auszweichen. Dort stören sie die Fußgänger - die wiederum zu Recht schimpfen.

Die nächste Problemkreuzung ist an der Pestalozzistraße. Fußgänger queren dort zwischen Radlern und Autos die Straße, weil die Ampeln wegen der Baustelle ausgeschaltet sind. Schon seit vielen Tagen. Ein Jogger rennt fast in ein Auto, das die Straße kreuzt.

Auf Höhe der Agentur für Arbeit sind Radler und Fußgänger schließlich komplett verwirrt. Sie werden, zwischen den weiß-roten Absperrungen auf einen Weg geleitet, den sie sich bitte teilen sollen. Manche Radler sind derweil so gernervt, dass sie jetzt doch lieber auf der Straße mit den Autos fahren. Bis zur nächsten Engstelle.

Ein kleiner Trost: Bis Mitte September dürfte das Schlimmste überstanden sein. Denn so lange dauern die gröbsten Bauarbeiten an der Kapuzinerstraße voraussichtlich. Nach der Wiesn wird nur noch nachgebessert, so der Plan.

Das Ziel: Auf lange Sicht sollen Radler von den Umbauten an der Kapuzinerstraße deutlich profitieren. Die enge Fahrbahn soll breiter werden. Radfahrstreifen sollen zwischen Lindwurmstraße und Baldeplatz den chaotischen Verkehr in Bahnen lenken. Die Fahrbahn wird derzeit abschnittsweise saniert.

 

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