"Quotenmultiplikatoren" Joko und Klaas zeigen RTL auf ProSieben: Boss Rosemann blitzt ab

Die Entertainer Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt blendeten am Mittwochabend bei ProSieben die zeitgleich laufende Corona-Sondersendung von Konkurrent RTL ein und kommentierten sie. Foto: AZ-Screenshot

Joko und Klaas zeigen RTL auf ProSieben: Die Zuschauer fragen sich, welcher der beiden Privatsender die bessere Quote erreiche. Und ProSieben-Chef Rosemann blitzt mit seinem Anruf ab.

 

Berlin - 15 Minuten Sendezeit ganz nach dem eigenen Geschmack und das zur Primetime - diesen Gewinn haben die Entertainer Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt am Mittwochabend für ein Quotenrennen der besonderen Art genutzt.

Sie blendeten bei ProSieben die zeitgleich laufende Corona-Sondersendung von Konkurrent RTL ein und kommentierten sie. RTL reagierte prompt: "Das Original ohne nervige Einblendungen unten in der Ecke gibt's nur bei uns", twitterte der Sender.

Innerhalb weniger Minuten twitterten Tausende Zuschauer zu der Aktion. Viele fragten sich - wie auch die Entertainer selbst - welcher der beiden Privatsender nun die bessere Quote mit quasi ein und derselben Sendung erreiche.

ProSieben hatte schon vorab vorsorglich getwittert: "ProSieben distanziert sich von sämtlichen Inhalten von #JKlive, da wir nicht wissen, was passieren wird." Die beiden Entertainer hatten das RTL-Logo abgeklebt. Laut Winterscheidt und Heufer-Umlauf selbst versuchten mehrere Verantwortliche des Senders, sie während der Show auf dem Handy zu erreichen.

Joko: "Daniel, du kannst Sturm klingeln"

Auch ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann war dabei. "Daniel, du kannst Sturm klingeln, aber wir sind nicht auf den Kopf gefallen. Wir können nicht rangehen", sagte Joko. "Wem werden morgen jetzt die Quoten zugerechnet?", fragte Joko. Und Klaas ergänzte: "Das sind unsere 15 Minuten. Wir machen Qualitätsprogramm." Der ProSieben-Boss dürfte ziemlich sauer sein. Wenn er denn wirklich angerufen hat - ob der 40-Jährige die beiden tatsächlich live erreichen wollte, klärte das Moderatoren-Duo nicht abschließend auf.

Auf dem Twitter-Account "Joko & Klaas" hieß es dazu: "Sorry @ProSieben, Joko & Klaas können gerade nicht ans Telefon gehen." Der Sender selbst teilte diesen Tweet unmittelbar nach Ende der Übertragung und schrieb dazu: "Aber jetzt."

Die beiden selbst bezeichneten sich kurz nach der Sendung als "Quotenmultiplikatoren". Heufer-Umlauf (36) und Winterscheidt (41), die die 15 Minuten Sendezeit am Dienstagabend in einer Spielshow gewonnen hatten, fragten sich aber schon während der Aktion, wie viel Ärger ihnen das Ganze einbringen könnte. "Dürfen wir das? [...] Ist das legal?", fragte Winterscheidt.

Es sei wohl schon im Bereich, wo man ein bisschen kulant sein müsse, mutmaßte Heufer-Umlauf - und weiter: "Aber vielleicht bekommen wir auch den Grimme-Preis." Auch viele Zuschauer fragten sich, wie es nach 20.30 Uhr, als die Sendezeit endete, weiterging und ob die Komiker Ärger bekamen.

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