Prozess am Landgericht Hammer-Attacke auf Nachbarn: Jetzt spricht das Opfer

Peter S. am Montag vor Gericht. Er soll gewalttätig geworden sein. Foto: Daniel von Loeper

In der Wohnung in Fürstenfeldbruck mit einem Hammer angegriffen. Im Prozess in München spricht am Dienstag spricht das Opfer.

 

München – Die Erinnerung ist inzwischen verschwommen. Hans F. (19, alle Namen geändert) ist sich bei seiner Zeugenvernehmung am Dienstag in einigen Punkten nicht mehr sicher, ob er sich selber noch erinnert oder ob ihm alles nur erzählt wurde.

Klar ist aber eines: Am 3. August des vergangenen Jahres wurden er und seine Freunde vom Nachbarn eines Spezls im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses in Fürstenfeldbruck mit einem Hammer attackiert.

Peter S. (55) sitzt deswegen auf der Anklagebank. Versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung wird ihm vorgeworfen. Der Mann hat angegeben, dass ein jahrelanger Streit um Lärmbelästigung in dieser Nacht eskaliert sei.

Opfer schildert Ablauf der Tat

Hans F. gibt an, habe die Situation in dem Moment nicht als so bedrohlich empfunden. Im Gegenteil. Die Stimmung war gut, auf dem Weg hatte man Musik mit einem Lautsprecher gehört: "Im Treppenhaus waren wir aber leise." Nach den Hammerschlägen – auch sein Spezl wurde dadurch verletzt – sei man nach draußen gerannt. Peter S. sei ihnen gefolgt. Dann sei er aber plötzlich verschwunden gewesen. "Ich habe mein T-Shirt ausgezogen und gegen die Wunde gepresst.

Wir haben uns auf den Bordstein gesetzt", erinnert sich der 19-Jährige. Dann sei ein Auto aufgetaucht und Peter S. sei ausgestiegen. Die drei jungen Männer flohen erneut. Der Angeklagte will sich am Dienstag entschuldigen. Hans F. lehnt das wie sein Spezl zuvor ab.

Der Prozess wird fortgesetzt.

 

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