Protest vor dem Urteil NSU-Opfer: Linke überkleben Straßenschilder

Auch in Mannheim wurde die "Interventionistische Linke aktiv". Hier überklebt sie ein Straßenschild mit dem Namen des Mordopfers Abdurrahim Özüdoğru Foto: Interventionistische Linke/ Facebook

Um ein Zeichen für die Opfer des NSU zu setzen, hat die Gruppierung "Interventionistische Linke" bundesweit Straßenschilder mit den Namen der Opfer überklebt. 

 

München - Am Mittwoch geht vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess zu Ende. Das hat die  "Interventionistische Linke" genutzt, um noch einmal an die Verbrechen der Terrorgruppe zu erinnern.

Bundesweit überklebte die linke Gruppierung Straßenschilder mit den Namen der Opfer. Man habe dazu "bevorzugt Straßen ausgesucht, die NS-belastete Namen trugen und deren Umbenennung längst überfällig war", heißt es in einem Facebook-Post der Gruppe. Hier teilten sie auch Fotos der Aktion. 

Unter anderem wurden in Berlin, Hamburg und Nürnberg Schilder überklebt. 

In Sichtweite des Bundestages erinnert ein geändertes Straßenschild an das Münchner Opfer Habil Kiliç. Foto: Facebook/ Interventionistische Linke 

Aktion soll Opfern Respekt erweisen

"Wir wollen damit das Ausmaß rassistischer Gewalt sichtbar machen und den Opfern des NSU und ihren Angehörigen Respekt erweisen", erklärt die "Interventionistische Linke" die Aktion auf Facebook. Für sie darf es keinen Schlussstrich in der Aufarbeitung der Morde geben. 

 

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