Promi-Sprösslinge Die Tochter von ... - Fluch oder Segen?

Model Amber Le Bon (l.) mit ihrem Vater Simon und Mutter Yasmin Foto: Jon Furniss/Invision/AP

Ein berühmter Nachname kann den Einstieg ins Showgeschäft erleichtern, aber ist es immer nur ein Segen, wie seine bekannten Eltern zu heißen?

 

USA - Sie teilen gemeinsame Erinnerungen, eine Familie und meistens auch den gleichen Nachnamen, die Sprösslinge der Stars und Sternchen. Dass dieser Verwandtschaftsgrad oftmals von Vorteil ist, gerade, wenn es um den eigenen Einstieg ins Showleben geht, leuchtet wohl jedem ein, dass so ein berühmter Nachname gleichzeitig aber auch Fluch bedeuten kann, können viele kaum glauben. Ob es diese "Töchter von ..." auch ohne berühmten Rückhalt geschafft hätten?

Wie hart das Leben als Kind eines Stars manchmal sein kann, weiß zum Beispiel Tali Lennox (20) ganz genau. Die Tochter von Pop-Ikone Annie Lennox (58) arbeitet seit mehreren Jahren als Model und war auch auf der diesjährigen New York Fashion Week dabei. Gesehen hat ihre Mutter sie auf dem Laufsteg noch nie, wie sie in einem Interview mit "RTL" für die Sendung "Exclusiv" erzählt. Aber nicht, weil diese ihre Tochter nicht unterstützt, sondern weil die 20-Jährige selbst nicht möchte, dass ihre Mutter zusieht. Vielleicht, weil sie nicht immer als "Die Tochter von ..." gesehen werden möchte?

Eine andere, die das mindestens genauso gut kennt, ist Amber Le Bon (24). Auch sie fühlt sich auf dem Laufsteg zu Hause, muss jedoch mit der Bürde leben, nicht zu wissen, ob die Designer tatsächlich sie wollen oder nur hinter ihrem berühmten Namen her sind. Schließlich sind ihre Eltern Duran-Duran-Sänger Simon Le Bon (54) und Model Yasmin Le Bon (48). Dass das manchmal nicht ganz einfach ist, beschreibt die 24-Jährige so: "Meine Eltern sind für mich eher wie Geschwister, sie sind wie große Kinder. Bei ihnen zu leben ist wie in einem Kindergarten. Beide sind auf der geistigen Höhe von Teenagern, was ganz lustig sein kann ... naja, manchmal". Erwachsen werden musste sie selbst.

Eine, die es in dieser Riege vielleicht noch schwerer hat, ist Kelly Osbourne (28), schließlich sorgten ihr berühmter Rocker-Vater Ozzy (64) und Mutter Sharon (60) nicht immer für Positiv-Schlagzeilen und auch sie selbst kam in den Medien nicht immer gut weg. Dennoch arbeitete sie als Musikerin, Model und Moderatorin, entwarf sogar eine eigene Mode- und Schmucklinie. Ob das ohne Papa und Mama geklappt hätte?

Ähnlich bei Lourdes Maria Ciccone Leon (16), wie die Tochter von Madonna (55) mit vollem Namen heißt. Auch wenn die direkte namentliche Verbindung nicht gleich offensichtlich ist, profitiert diese bestimmt davon, dass sich Mama über die Jahre zur Queen of Pop hochgearbeitet hat. Während andere mit 13 Jahren noch von einer Karriere als Tierärztin träumen, brachte Lourdes in diesem Alter bereits ihre erste Modekollektion auf den Markt. "Material Girl" heißt sie, ob es diese wohl ohne die berühmte Rückendeckung auch gegeben hätte?

Eine, die ihren Vater regelrecht in den Schatten gestellt hat, ist wohl Miley Cyrus (20). In der Disney-Serie "Hannah Montana" spielte Musiker Billy Ray Cyrus (52) noch an der Seite seiner Tochter, jetzt scheint diese mehr als flügge geworden zu sein und ist eine der bekanntesten Jungmusikerinnen der Zeit. Schon früh hatte ihr Vater sie mit auf die Bühne genommen, sie in den Startrubel eingeführt. Sie scheint es zu genießen, er zu bereuen. "Die verdammte Show hat meine Familie zerstört. Ich würde es binnen Sekunden rückgängig machen", sagte der "Achy Breaky Heart"-Sänger einmal in einem Interview mit "GQ".

Auch deutsche Promis können ein Lied davon singen, wie es an der Seite von berühmten Eltern ist. Schauspielerin Cosma Shiva Hagen (32) wird unweigerlich mit ihrer aufgedrehten Mutter Nina Hagen (58) verknüpft. Die ist zwar ziemlich erfolgreich, aber eben auch sehr speziell. Ob da die Verwandtschaft tatsächlich immer ein Segen ist?

 

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