Preiswert zum Erfolg Heynckes: Siege für 12,50 Euro

Bayern-Präsident Hoeneß legt nach: Bei Klinsmann habe man „für zigtausend Euro Computer gekauft”, Heynckes dagegen reiche „ein Flipchart und fünf Eddings”.

 

München - Fußball kann so einfach sein. Was braucht man schon als Trainer? Das Wissen. Die Erfahrung. Eine Portion Menschenkenntnis. Ein wenig Glück, klar. Das richtige Personal sowieso. Und laut Uli Hoeneß: fünf Edding-Stifte. Die muss man dann ab und an nachkaufen. Etwas Papier für den Flipchart – und fertig.
Coaching im Jahre 2011. Jupp Heynckes, Kategorie Old School. Und zugleich: New Success. Also neuer, alter Erfolg. Der 66-Jährige ist ein genügsamer Trainer, der auf alte Methoden setzt. Hier heiligt der Erfolg die Mittel. Während Datenbanken seit Saisonbeginn Laufwege der Spieler nachzeichnen, Sprints und Laufdistanzen der einzelnen Profis exakt festhalten, hält Heynckes auch fest: an seinem Stil.

Jürgen Klinsmann war ein iCoach, ein Apple-Jünger. Mit Technik, die nicht begeisterte. Meist hieß es nach Sitzungen mit Powerpoint-Präsentationen: Update fehlgeschlagen. Systemfehler. „Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen.

ohlgemerkt: wollen”, sagte Präsident Uli Hoeneß dem „Donaukurier”. Beim Vergleich mit Heynckes kam Klinsmann nicht gut weg. Der aktuelle Bayern-Coach habe „einen Flipchart und fünf Eddingstifte. Da kostet einer 2,50 Euro. Und da malt er auf die Tafel die Aufstellung des Gegners und sagt ein paar Takte dazu. Mit Heynckes gewinnen wir Spiele für 12,50 Euro, und bei Klinsmann haben wir viel Geld ausgegeben und wenig Erfolg gehabt.” Siegen für 12,50 Euro. Auf zum Diskount-Titel. Ist das nicht zu billig? Die AZ vergleicht die Arbeitsmethoden und Hilfsmittel von Heynckes, Klinsmann und Louis van Gaal.

 

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