Praktische Werte im schicken Kleid XCeed - Der neueste Kia-Crossover im Alltagstest

Der Neue in der Ceed-Familie namens XCeed ist ein klassischer Crossover, ein Mix aus SUV und Coupé. Foto: Rudolf Huber

Fünftürer, Kombi, lifestyliger Shooting Brake – was fehlt denn noch in der ziemlich erfolgreichen Ceed-Familie von Kia? Klar: ein Crossover, also ein Zwischending aus Limousine und SUV.

 

München - Doch Kia wäre nicht Kia, wenn es das nicht auch noch gäbe. Es heißt XCeed und ist kurz nach seinem Start schon sehr erfolgreich unterwegs. Etwa bei einem Vergleichstest mit dem VW T-Roc in einer großen deutschen Autozeitschrift. Ob Sie's glauben oder nicht: Den Vergleich hat der fesche Koreaner glatt gewonnen.

Ein bisschen SUV-Design gehört bei einem echten Crossover einfach dazu.

Und zwar, jetzt wird es interessant, ausgerechnet in der Ausführung, in der der frontgetriebene XCeed auch bei uns im Test lief. Also mit der mittleren Benziner-Version mit 140 PS starkem 1,4-Liter-Motor und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Was soll man sagen: Wer nicht felsenfest davon überzeugt ist, dass er zur Erfüllung einer Autofahrer-Sehnsüchte unbedingt selbst den Schalthebel rühren muss, liegt mit dem Automaten exakt richtig. Denn die Kombination aus Schaltung und Antriebsaggregat ist sehr gelungen, der bei uns im goldenen Lack angetretene Crossover zieht munter durch, lässt auch obenrum nicht so schnell locker und das DCT sortiert die Gänge fixer und exakter als jede menschliche Kopf-Fuß-Arm-Kombination.

Kia XCeed im Test: 7,3 Liter auf 100 km

Eine Sporttaste neben dem Wählhebel hat der XCeed auch zu bieten – aber ganz ehrlich: Eigentlich hat er auch im Normalmodus genügend Dampf, um munter mitschwimmen und auch mal fix überholen zu können. 9,5 Sekunden vergehen beim Standard-Sprint, die Spitze liegt bei 200 km/h. Und der Verbrauch? Wir kamen im Alltagstest mit 7,3 Litern Super aus – weniger wäre auch möglich.

Außen setzt der XCeed auf einen schmaleren Grill, eine elegant geformte, coupéhafte Seitenlinie und einen markanten Abgang mit Pseudo-Unterfahrschutz. Innen auf vergleichsweise feine Materialien, die ersten volldigitalen Instrumente in einem Kia und einen großen Touchscreen für Navi und Infotainment. An Assistenzsystemen hat der Neue in der Ceed-Familie alles an Bord, was das Regal derzeit hergibt. Toter-Winkel-Warner und Rückfahrkamera sind sehr hilfreich, weil der Blick nach schräg hinten und hinten designbedingt ziemlich eingeschränkt ist.

Mit dem XCeed startet Kia in die Ära der volldigitalen Cockpits

Praktisch ist der XCeed auch – sein Kofferraum fasst praxistaugliche 426 bis 1.378 Liter, allerdings muss das Ladegut relativ hoch gestemmt werden. Der Platz für die Passagiere ist vorne gut und hinten befriedigend, wobei auffällt, dass das Einsteigen in den Fond wegen der trotz Coupédach gerade geschnittenen Türen ziemlich einfach ist.

Die Koreaner können längst auch Fahrwerk, das ist auch an ihrem jüngsten Sproß zu erkennen. Allerdings sollten seine Fahrer keine Sänften-Fans sein, denn zugunsten hoher Stabilität auch in schnellen und engen Kurven haben die Techniker den Crossover tendenziell eher straff abgestimmt. Man merkt's etwa auf Kanaldeckeln.

Kia XCeed mit jeder Menge Assistenzsystemen an Bord

Feine Sachen bauen die Koreaner auf Wunsch en masse in den XCeed ein, das beheizbare Lenkrad haben sie ja längst bis zum kleinen Picanto runterdemokratisiert. Dazu Klimaautomatik, Radio mit DAB+ und eine Reihe weiterer Annehmlichkeiten wie etwa Dachhimmel und Säulenverkleidung in Schwarz, eine sensorgesteuerte elektrische Heckklappe, den Einparkassistenten, ein JBL Premium-Soundsystem, die Kia-Kartennavigation samt 7-Jahre-Update und die Online-Dienste UVO Connect mit Kia Live. "Launch Edition" nennt sich die getestete Version. Die kostet ab 33.390 Euro. Wer weniger ausgeben kann oder will: XCeed-Fahren startet bei 21.390 Euro.

 

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