Präsidentenrede bereits im Kopf Hoeneß hat Respekt vor RB Leipzig - und stichelt

Weil's das noch nicht war: Uli Hoeneß kehrt am 25. November wohl ins Präsidentenamt beim FC Bayern München zurück. Foto: dpa

Uli Hoeneß nimmt Bayern Münchens ersten Bundesliga-Verfolger RB Leipzig ernst. Und: Wenige Wochen vor seiner vermutlichen Wahl zum Präsidenten steigt die Anspannung beim Rückkehrer.

 

München - "Ich muss ehrlich sagen, dass ich Red Bull Leipzig für sehr stark halte", sagte der designierte Präsidenten-Rückkehrer des deutschen Fußball-Rekordmeisters dem Sender Sky Sport News. Hoeneß stichelte allerdings auch in Richtung des Bundesliga-Neulings, der vor dem zehnten Spieltag ungeschlagen mit zwei Punkten Rückstand Tabellenzweiter ist. "Die haben natürlich den Vorteil, dass sie meiner Meinung nach während der Woche immer auf der Couch liegen, wenn wir im Champions-League-Rhythmus sind." Hoeneß ergänzte: "Und wie ich den Herrn Mateschitz kenne, wird er, wenn es an Weihnachten notwendig ist, noch ein paar Milliönchen drauflegen. Insofern ist es schon mittelfristig ein gefährlicher Gegner."

Am 21. Dezember treffen die beiden Teams in München erstmals im Kampf um die Meisterschaft aufeinander.

Die Leipziger, die vom Getränkeunternehmen des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz gesponsert werden, können schon an diesem Sonntag eine weitere Rekordmarke einstellen. Den besten Start eines Liga-Neulings haben sie schon hingelegt. Bleibt die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl nun im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 erneut unbesiegt, egalisiert sie die Serie des MSV Duisburg, der in der Saison 1993/1994 in den ersten zehn Liga-Partien als Aufsteiger keine Niederlage kassiert hatte.

Uli Hoeneß: Seine Präsidentenrede hat er bereits im Kopf

Der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München am 25. November blickt Hoeneß mit wachsender Anspannung entgegen. "Im Moment bin ich nicht nervös, aber je näher der Tag kommt, desto angespannter werde ich natürlich sein. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes nach der Situation, die wir alle erlebt haben", sagte der Kandidat für das Präsidentenamt beim deutschen Fußball-Rekordmeister ebenfalls auf Sky Sport News.

Der 64-Jährige hat nach eigener Aussage seine Rede schon teils im Kopf und will sie wie gewohnt ohne Manuskript auch frei halten. Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung am 14. März 2014 war Hoeneß von seinen Ämtern beim FC Bayern zurückgetreten. Hoeneß war 21 Monate in Haft, 14 davon im offenen Vollzug. Ein knappes halbes Jahr nach seiner Haftentlassung hatte er seine Kandidatur für das Präsidentenamt angekündigt.

 

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