Präsident des FC Bayern So reagiert die Fußball-Welt auf das Hoeneß-Comeback

Uli Hoeneß steht als einziger Kandidat für das Präsidentenamt zur Wahl. Foto: dpa

Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern am Freitagabend wird Uli Hoeneß zum Präsidenten des Vereins gewählt. Die deutsche Fußball-Welt äußert sich positiv zum Comeback des 64-Jährigen.

 

München - Uli Hoeneß kehrt in das Präsidentenamt des FC Bayern München zurück - und die Fußball-Bundesliga freut sich. 270 Tage nach der vorzeitigen Entlassung aus der Haft steht die Wahl des 64-Jährigen am Freitag in München an. Reaktionen auf das Comeback:

Christoph Daum, Fußball-Trainer und langjähriger Intimfeind: "Die Kompetenz, die ein Uli Hoeneß mit sich bringt, tut jedem Verein gut – egal in welchem Amt. Ich wünsche ihm persönlich, dass er als Präsident glücklich und zufrieden wird. (...) Er wird sich wegen seiner Vorgeschichte aber sicher auch auf Angriffe einstellen müssen, die nichts mit seinem Amt zu tun haben."

Rudi Völler, Sportdirektor Bayer Leverkusen: "Ich freue mich total darüber. Auch aufgrund der Tatsache, dass er so viel hat durchmachen müssen. (...) Ulis Rückkehr ist eine absolute Bereicherung für die Bundesliga. Sie erhält ein Gesicht zurück, das ihr gefehlt hat. (...) Uli wird den Verein mit Kalle Rummenigge genauso erfolgreich weiterführen, wie er sich zuletzt präsentiert hat."

Klaus Allofs, Sportchef VfL Wolfsburg: "Ich finde es gut. Wenn Uli Hoeneß das Amt wieder übernimmt, dann tut er das zum Wohle des FC Bayern München. Ich denke, dass er die Zeit genutzt hat, Dinge anders zu betrachten und anzugehen."

"Mit Uli kracht es dann auch ab und zu mal wieder"

Dietmar Beiersdorfer, Club-Boss Hamburger SV: "Uli Hoeneß ist der deutsche Fußballfunktionär, der das Bundesliga-Clubgeschehen in den Vergangenen 30 Jahren am meisten geprägt hat. Es ist eine absolute Bereicherung für die Liga, sowohl fachlich als auch persönlich, dass er wieder zurückkehrt."

Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef Schalke 04: "Ich begrüße es und freue mich für ihn persönlich. Bayern München mit seinen großen Erfolgen in den vergangenen fast vier Jahrzehnten ist Hoeneß‘ Lebenswerk. Der Verein sollte Uli deshalb ermöglichen, möglichst lange aktiv daran mitzuarbeiten. (...) Ulis Mut zur klaren Aussagen war bisweilen unbequem, er hat aber auch viele wichtige Debatten angestoßen, die der Bundesliga genutzt haben."

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Borussia Dortmund: "Mit Uli kracht es dann auch ab und zu mal wieder, das ist auch ganz schön. Ich freue mich darauf, es tut der Bundesliga ja in Gänze gut."

Vor Hoeneß-Wahl: Rummenigge verspricht positive Zahlen

Dietmar Hopp, Mehrheitsgesellschafter 1899 Hoffenheim: "Welche Bedeutung Uli Hoeneß als Person und Führungsfigur für diesen Verein einnimmt, hat er ja schon in den vergangenen Jahren bewiesen, als sein Wort sogar während seiner Abwesenheit stets gefragt war und gehört wurde. (...) Die Bundesliga gewinnt durch Uli Hoeneß eine charismatische, kompetente, starke und streitbare Stimme zurück. Er wird seine - sicher auch kontrovers zu diskutierenden Ansichten - nicht nur zum Wohl des FC Bayern, sondern des Großen und Ganzen immer wieder klar und unerschrocken einbringen."

 

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