Potentieller Geldgeber der Löwen Mey: "Will ein Stadion für 40.000 Zuschauer bauen"

, aktualisiert am 04.08.2017 - 07:13 Uhr
Gerhard Mey hat schon sehr konkrete Pläne,was sein Engagement bei den Löwen betrifft. Foto: Andreas Gebert/dpa/Screenshot: www.meycapital.com/AZ

Der potentielle neue Geldgeber der Löwen, Gerhard Mey, will für den TSV 1860 ein eigenes Stadion bauen. Dazu wolle er "ein richtiges Männergespräch" mit Hasan Ismaik führen, so der Milliardär.

 

München - Der Unternehmer Gerhard Mey will dem Fußball-Regionalligisten TSV 1860 München ein eigenes Stadion bauen. Um die Weichen dafür zu stellen, möchte der Gesellschafter des Automobilzulieferers Webasto in Kürze "ein richtiges Männergespräch" mit dem bisherigen Mehrheitseigentümer Hasan Ismaik führen.

Das sagte Mey in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Der 61-Jährige hatte bekräftigt, den in die Fußball-Regionalliga abgestürzten Traditionsverein wieder nach oben führen zu wollen. Einen genauen Plan stellte Mey noch nicht vor, der Bau eines eigenen Stadions sei aber unabdingbar: "Ich sage es in aller Deutlichkeit: Wir bauen ein Stadion für den TSV 1860 München." Er habe "zwei motivierte Investoren an der Seite, die mit den Füßen scharren und sagen: 'Wenn du das so hinbekommst, wie du dir alles vorstellst, dann ist es für uns hochgradig spannend, ein Stadion zu bauen'", sagte Mey.

Mey stellt schon Forderungen

Der Unternehmer hält 40.000 Zuschauer langfristig für realistisch. Zunächst will Mey mit Investor Ismaik ein Gespräch führen, um ihm gegenüber seine Pläne zu bekräftigen: "Ich reihe mich nicht in die Gruppe der Ismaik-Basher ein." Dennoch glaube er, dass es "notwendig ist, mal ein richtiges Männergespräch zu führen." Es können auch nicht sein, "dass ein Investor sagt, ich bringe die Summe X - und dann kommt das Geld nicht. Verträge müssen fix sein." Er frage sich," warum Ismaik überhaupt in 1860 investiert hat. Man weiß auch gar nicht, wer 2011 den Einstieg von Ismaik angetrieben hat. In der Theorie hätte es irgendeinen Business-Plan geben müssen. Dass es den bei 1860 offensichtlich nie gab, ist schon sehr, sehr bemerkenswert."

Unabhängig von der Personalie Ismaik forderte Mey auch gravierende Änderungen in der Führungsstruktur des Vereins. "Unser Team ist im August damit beschäftigt, einen vernünftigen und konkreten Vorschlag zu erarbeiten", sagte der Webasto-Chef. Er wolle dann im September mit allen Beteiligten mal reden, auch mit den Fan-Vertretern. "Um zu erfahren, wie sie sich die Zukunft von 1860 vorstellen. Ich jedenfalls habe bis dahin ein geschlossenes Konzept. Das sollen sich alle einfach mal durchlesen. Und dann kann man sagen: Nein, das gefällt uns nicht, wir wollen weiterwurschteln wie bisher. Oder man sagt: Es gefällt uns partiell, wir müssen aber noch über Details diskutieren."

Der Milliardär stellte außerdem klar, dass "die geeigneten Personen" an den richtigen Stellen im Verein stehen müssen - Namen nennt er aber keine. Die Ziele des Webasto-Gesellschafters sind aber klar: "Der Himmel ist das Limit für 1860."

 

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