Politik in Perlach Was passiert an der Grundschule am Pfanzeltplatz?

Die Schule soll erweitert werden, doch die Planungen kommen nicht voran. Der BA fürchtet um die Sicherstellung der Grundschulversorgung im Viertel.

 

Perlach - Die Grundschule am Perlacher Pfanzeltplatz ist gut besucht. Und bald soll sie noch voller werden. An der nahegelegenen Hochäckerstraße entsteht ein großes Neubaugebiet, 2015 sollen die ersten Bauabschnitte fertig sein. Die Kinder von dort sollen am Pfanzeltplatz zur Schule gehen.

Um die zusätzlichen Schüler überhaupt aufnehmen zu können, muss die Schule erweitert werden. Doch die Planungen für eben jene Erweiterungsmaßnahmen kommen nicht recht voran. Verantwortlich ist nach Ansicht des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach das zuständige Referat für Bildung und Sport.

Im Herbst 2012 teilte das Referat dem Bezirksausschuss mit, dass man auf den Bau einer eigenen Schule im Baugebiet verzichten werde, stattdessen soll die Grundschule am Pfanzeltplatz erweitert werden. Dafür braucht es zuallererst eine Schätzung der zu erwartenden Schülerzahlen.

Über die Planungen und die Schülerprognose wurde dem Bezirksausschuss noch für das Jahr 2012 eine Mitteilung zugesichert. Doch bis heute kam - nichts.

Der Bezirksausschuss fürchtet jetzt um die gesicherte Grundschulversorgung im Viertel. „Die Planung der Schulversorgung ist bei uns im Viertel schön öfter schief gelaufen“, sagt der Vorsitzende des BA-Unterausschusses für Bildung, Kurt Damaschke (SPD). Der Bezirksausschuss bohrte deshalb beim Schulreferat nach.

Im Januar 2013 erhielt der BA dann eine Rückmeldung des Schulreferats, in der bat die Behörde um eine Fristverlängerung für die Auskünfte bis Herbst 2013. Das Referat sei derzeit nicht in der Lage, die Prognosezahlen für den Schulsprengel mitzuteilen. Die Begründung: „Personelle Engpässe im Referat und eine mögliche Grundsatzänderung bei den Schulsprengeln, die erst abgewartet werden sollen.

Der Bezirksausschuss gibt sich damit nicht zufrieden. „Wir können nicht bis zum Herbst warten“, sagt Kurt Damaschke. „Wenn dort die Familien in die ersten 300 bis 400 fertigen Wohnungen einziehen, müssen die Kinder irgendwo in die Schule gehen.“ Ein eventueller Grundsatzbeschluss habe mit dieser Einzelmaßnahme außerdem nicht zu tun.

Damaschke ist sich außerdem sicher, dass dem Bildungsreferat die Schülerprognosen für alle Sprengel mittlerweile vorliegen. „Man weiß dort bereits, welche Schülerzahlen für die Schule am Pfanzeltplatz zu erwarten sind“, sagt er. "Ich habe her den Eindruck, in dem Referat weiß die eine Hand nicht, was die andere macht."

Einstimmig und nachdrücklich unterstützte der BA in seiner letzten Sitzung deshalb den Antrag der SPD-Fraktion, in dem gefordert wird, dass das Bildungsreferat unverzüglich mit der Planung und Umsetzung für den Erweiterungsbau der Grundschule beginnt und dem BA einen Zeitplan dafür vorlegt.

 

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