Polit-Posse um Plakate Grünwald: Die Suche nach dem Leiter-Mann geht weiter

Dieser Mann soll Jagd auf Plakate gemacht haben, vermutet die FDP. Foto: FDP

In der Grünwalder Plakat-Posse ermittelt jetzt der Staatsschutz gegen den ehemaligen CSU-Bürochef Wilhelm Knittel.

 

Grünwald - Hat der ehemalige Büro-Chef von Franz Josef Strauß in Grünwald FDP-Plakate geklaut? Örtliche Freidemokraten sind davon überzeugt.

Das Foto eines Parteifreunds soll den 84-Jährigen mit einer Leiter auf Plakat-Jagd zeigen. Sie haben Anzeige erstattet – während Wilhelm Knittel sagt, zur Tatzeit im Pyjama zuhause gewesen zu sein. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz in der Sache.

Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München am Donnerstag auf AZ-Anfrage. Die Kollegen der Polizeiinspektion Grünwald hätten den Fall abgegeben, hieß es. Der Sprecher erklärte, dass zwei Anzeigen vorliegen. Ein FDP-Mitglied habe Knittel angezeigt wegen Diebstahls und Sachbeschädigung. Der wiederum habe Gegenanzeige gestellt: wegen Beleidigung und Verleumdung.

Grünwalder FDP kauft Knittel das Alibi nicht ab

Die Plakate seien bisher nicht gefunden worden, hieß es weiter. Nicht beim Beschuldigten selbst, den die Polizei bereits besucht hat, noch anderswo. Auch die Fotos lägen der Polizei vor und würden nun überprüft. Ebenso wie das Alibi Wilhelm Knittels, der sich auf seine Frau beruft, mit der er den Tag zuhause verbracht habe.

Grünwalds FDP-Chef Michel Ritz zeigte sich am Donnerstag unterdessen wenig beeindruckt von eben diesem Alibi. "Meine Frau würde mir auch immer ein Alibi geben ...", sagte er. "Viele, viele Anrufe", habe er nach dem AZ-Bericht bekommen, sagte Ritz am Donnerstag.

Die Polizei sucht das Gespräch

Ob inzwischen jemand bestritten habe, dass es sich bei dem Mann mit der Leiter um Wilhelm Knittel kümmert? "Nein, niemand!", sagte Ritz bestimmt. Wegen der Anzeige gegen ihn hat sich die Polizei noch nicht gemeldet. Das dürfte sich ändern. Alle Beteiligten würden nun befragt, betonte die Polizei am Donnerstag.

 

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