Pläne für die Zukunft TSV 1860: Existenzsicherung? Günther Gorenzel plädiert für Dreisäulen-Modell

Günther Gorenzel hat Pläne für die Zukunft. Foto: foto2press/imago

Sechzigs Geschäftsführer Günther Gorenzel ist sauer auf Rivale Halle und die VBG. Hat aber Ideen für die Zukunft.

 

München - Weil sich der Hallesche FC gegen Geisterspiele ausspricht, hat 1860-Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel den Liga-Rivalen am Mittwoch scharf kritisiert. "Das ist mir vollkommen unverständlich. Ich bin sehr verwundert über diese Aussagen. Ich bin ein Verfechter der Solidarität unter allen Klubs. Wenn wir diese Solidarität nicht leben, wird es den Fußball, wie wir ihn kennen, nicht mehr geben", erklärte der 48-Jährige in einer digitalen Pressekonferenz.

Gorenzel: Dritte Liga? Übersiedelung in die DFL

Auch die geplante Beitragsanhebung der VBG zur gesetzlichen Unfallversicherung kritisierte der Österreicher: "In Zeiten wie diesen über die Erhöhung von Beiträgen zu sprechen, entspricht für mich auch nicht dem Solidaritätsgedanken."

Gorenzel, der die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs in Kleingruppen als "erfreulichen, aber kleinen Schritt Richtung Normalität" bezeichnete, sprach von einem Dreisäulen-Modell zur künftigen Existenzsicherung der Drittligaklubs. "Erstens: die Organisationsform. Wo ist die Dritte Liga am besten aufgehängt, gibt es zum DFB eine Alternative?" Gorenzel zeigte sich dabei einmal mehr enttäuscht über die "verpuffte Zusage finanzieller Unterstützung" des DFB, die allerdings "aus Gründen der Gemeinnützigkeit" schwierig sei. Besagte Alternative: eine Übersiedelung in die DFL.

Gorenzel plädiert für Überarbeiten der U23-Regel

Als zweiten Punkt führte Gorenzel die TV-Vermarktung an: "Sky hat angedeutet, den Vereinen entgegen zu kommen. Vielleicht können auch die Öffentlich-rechtlichen Sender und die Telekom aufeinander zugehen", meinte Gorenzel und gab zu bedenken: "Wenn wir davon ausgehen, dass es tausenden Fans bei Geisterspielen nicht gestattet ist, die Stadien zu betreten, hätten wir viel mehr Zuschauer an den TV-Geräten." 

Drittens: die U23-Regel überarbeiten. Gorenzels Meinung dazu: "Wenn bei jedem Verein in der Liga, zwei Nachwuchsspieler in der Startelf stehen" müssten oder eine "gewisse Anzahl von Jugendspielern länger bei ihrem Ausbildungsverein spielen" müssten, könne man die teils hohen Spieleretats absenken: "Das wäre eine Kostenschraube."

 

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