Perisic im Anflug? FC Bayern: Kovac gibt Transfer-Garantie - "Werden noch etwas bekommen"

Warnt vor Pokal-Gegner Energie Cottbus: Bayern-Trainer Niko Kovac. Foto: Peter Kneffel/dpa

In Ivan Perisic scheint der FC Bayern einen "Notnagel" für den Angriff gefunden zu haben. Trainer Niko Kovac redet aber lieber über das Pokalspiel gegen Energie Cottbus.

 

München/Cottbus - Sogenannte Teambuilding-Maßnahmen sind schwer in Mode, auch der FC Bayern hat sich ihnen vor dieser Saison nicht verschlossen. Aber weil die Münchner bekanntlich nach dem Grundsatz "Mia san Mia" handeln, stärkten sie ihren Mannschaftsgeist nicht mit handelsüblichen Ausflügen in einen Klettergarten oder zum Canyoning. Die Maßnahmen des deutschen Rekordmeisters im Trainingslager am Tegernsee hießen deshalb: "Gummistiefel-Weitwurf", "Kuhmelken", "Maßkrugschieben" und "Wettnageln".

Kommt jetzt Perisic zum FC Bayern?

Eigene Wege beschreiten die Bayern auch beim Gang über den Transfermarkt. Nach der schweren Verletzung von Leroy Sané stehen die Münchner nun vor der Verpflichtung von Ivan Perisic, dereinst in der Bundesliga bereits bei Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg beschäftigt, seit 2015 aktiv für Inter Mailand. Er soll zunächst eine Leihgebühr von fünf Millionen Euro kosten. Für einen Umbruch stünde der 30 Jahre alte Kroate gewiss nicht – eher schon für die These, dass die Bayern nun zumindest mal einen Notnagel bräuchten.

Javi Martínez fehlt bei Pokalspiel

Kovac umdribbelte das Thema Neuzugänge am Wochenende, er erlaubte sich lediglich den Hinweis, dass "unsere drei Chefs fleißig sind und arbeiten" und es folglich gewährleistet sei, "dass wir bis zum 2.9. noch etwas bekommen werden". Ansonsten redete Kovac lieber ausgiebig über Bedeutung des Pokalspiels am Montag beim Viertligisten Energie Cottbus (20.45 Uhr, ARD, Sky und im AZ-Liveticker). "Wir müssen uns neu beweisen und haben am Montag die erste Aufgabe", sagte er. Nicht mit dabei sein wird der am Knie verletzte Javi Martínez.

Für Kovac ist Cottbus der erste Stopp auf dem langen Weg zum erneuten Double-Gewinn. "Wir haben", betonte er, "zwei Titel zu verteidigen – und die möchten wir verteidigen." Daher möge bitte niemand Cottbus unterschätzen. Er wolle, betonte Kovac, den unterklassigen Gegner, der "unglücklich aus der 3. Liga abgestiegen ist", nicht starkreden, aber: "Nichts wird im Vorbeigehen geschafft." Er kenne Pele Wollitz ja sehr gut, ergänzte Kovac über seinen Trainerkollegen, "ich weiß ganz genau, was er versuchen möchte".

Guter Dinge ist Kovac aber allemal, Transferdiskussionen hin oder her. Auch das ungewöhnliche Teambuilding zum Abschluss des Trainingslagers hat ihm gefallen: "Man sieht", sagte er, "die Atmosphäre ist sehr gut, die Jungs verstehen sich – das ist das, was man außerhalb des Platzes braucht, um auf dem Platz zu funktionieren." Neue Spieler, die ihr Können beim Kuhmelken oder Maßkrugschieben noch nicht beweisen konnten, wären trotzdem herzlich willkommen.

 

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