Pepe Nero Die Steigerung von Pizza

Das Pepenero an der Münchner Freiheit läuft so gut, dass die Betreiber bei der Einrichtung ihres zweiten Lokals etwas tiefer in die Tasche greifen konnten. Foto: Daniel von Loeper

Das Konzept ist einfach: Pizza, Pasta und unschlagbare Preise. Mit dieser Idee ist das Pepenero vor knapp fünf Jahren gestartet - jetzt gibt es ein zweites.

Es wäre müßig, auszurechnen, wie viel Spaghetti bolognese oder wie viel Pizza Prosciutto man verkaufen muss, bevor man sich Namen wie Hartmut Janke oder Dominik Reindl problemlos leisten kann. Fest steht jedenfalls: es müssen so einige Portionen sein.

Janke hat sich in München bereits einen Namen als Innenarchitekt mehrerer Gourmet-Tempel gemacht. Reindl hat als Bühnenbildner unter anderem an den Filmen „Das Parfum“ und „Inglourious Basterds“ mitgewirkt. Beide sind also absolute Koryphäen was optische Wirkung angeht. Und gemeinsam haben die beiden nun das neue Pepenero im Glockenbachviertel gestaltet. 
 
Das Pepenero in der Hans-Sachs-Straße ist in München bereits das zweite seiner Art. Vor ziemlich genau fünf Jahren haben Sandro Arcuri, Adrian Kralev und Sarang Alimardani in der Feilitzschstraße an der Münchner Freiheit ihr erstes Lokal aufgemacht. Dessen Konzept war recht einfach: gehobenes Ambiente, italienische Küche und unschlagbare Preise.
 
Die Bolognese kosten im Pepenero 4,45 Euro, die Pizza Prosciutto 4,95 Euro. Sie verstünden sich als „Taverne der Stadt“, sagt Arcuri. Was ungefähr so viel bedeutet wie, dass man für ein romantisches Candle-Light-Dinner dort an der falschen Adresse ist. Die Tische stehen relativ dicht beieinander, abends gibt es doppelte Belegung. Dafür aber sind eben die Preise extrem knapp kalkuliert.
 
Das Konzept ging offenbar so gut auf, dass sich Arcuri und seine Kollegen nach fünf Jahren nun etwas Extravaganz leisten können. Für das neue Pepenero im ehemaligen Theater Kranz haben die Betreiber Fliesen aus einem sizilianischen Herrenhaus kommen lassen, sie haben Art-Deco-Lampen aufgehängt, alte Holzstühle aus einer Filmrequisite aufgekauft und auf jeden Tisch einen antiken Salzstreuer aus Porzellan aufgestellt. 
 
Die Karte im zweiten Pepenero unterscheidet sich kaum von der im ersten – bis auf dass in der neuen Küche Platz für einen Steinofen war. Auch die preislichen Ausreißer auf der Tageskarte gibt es, Lachstartar für 9,80 Euro etwa oder Oktopussalat für 10,90 Euro. „Wir wollen nicht den Geruch des Billigitalieners annehmen“, sagt Arcuri. Deswegen zum Beispiel auch die recht teuren Prozellan-Salzstreuer. „Das Problem ist nur“, sagt Arcuri, „die gefallen den Leuten so gut, das ständig welche wegkommen.“
 
Hans-Sachs-Straße 12, täglich 11.30-24 Uhr, www.pepe-nero.de , Tel.: 24 23 16 13
 

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